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Lokale Agenda Faires Fulda - wir sind dabei

Seit März 2016 ist die IGFM-Fulda in der Agenda Arbeitsgruppe aktiv.

 

 

Menschen- & Kinderrechte

Lesen sie weiter untern mehr über die Grundlagen unserer Arbeit.

 

 

IGFM - Deutsche Sektion e.V.

Mehr zur Deutschen Sektion der IGFM erfahren sie hier.

IGFM-Fulda - seit 1989 aktiv

Links und Berichte zur IGFM-Fulda finden Sie weiter unten.

 

Vor 150 Gästen berichtete die Jesidin Shirin im Bonifatiushaus Fulda von ihrer Verschleppung durch den IS. V.l.n.r.: Johannes Näder (IGFM-Fulda / MRZ Cottbus), Shirin, Besse Boga (IGFM-Wittlich).

 

 

Schicksal der Jesiden im Norden des Irak

Die junge Jesidin Shirin hatte gerade ihr Abitur abgelegt und wollte im Irak Jura mit dem Schwerpunkt Frauenrechte studieren, als IS-Milizen ihr Heimatdorf im nordirakischen Sindschar-Gebiet überfielen. Mit ihrer Familie und anderen jesidischen Dorbewohnern wurde sie im August 2014 ins Gebiet des sogenannte „Islamischen Staates“ verschleppt und fast ein Jahr lang als Sklavin gehalten. Terroristen des IS misshandelten und vergewaltigten sie und andere Frauen und verkauften sie untereinander weiter. Neun mal wurde Shirin auf diese Weise verkauft. Erst nach neun Monaten gelang ihr die Flucht ins autonome Kurdengebiet, von wo aus sie über ein Hilfsprogramm nach Baden-Württemberg reisen konnte. Das Schicksal und der Verbleib ihrer Mutter und ihrer Geschwister ist bis heute nicht geklärt. Bis heute sind noch etwa 3500 Mädchen und Frauen in der Gewalt von IS-Kämpfern, die sie zwingen, zum Islam zu konvertieren, sie als ihr persönliches Eigentum betrachten und als Haussklaven demütigen und missbrauchen. Ihre Geschichte hat Shirin mit Unterstützung der Journalistin Alexandra Cavelius und des Psychologen Prof. Dr. Jan Kizilhan aufgeschrieben und als Buch unter dem Titel „Ich bleibe eine Tochter des Lichts“ veröffentlicht.

 

Shirin lebt heute in einer Stadt in Baden-Württemberg lebt. Sie ist eine von 1.000 schwer traumatisierten Frauen, die als "Kontingentflüchtlinge" durch ein Sonderprogramm der Baden-Württembergischen Landesregierung nach Deutschland ausgeflogen wurden und die Möglichkeit bekamen, durch eine Therapie ins Leben zurückzufinden. Inzwischen besucht Shirin eine Integrationsklasse, lernt Deutsch und findet den Mut, sich in ihrer neuen Umgebung selbstbestimmt und frei zu bewegen.

 

In zwei von der IGFM-Fulda organisierten Veranstaltungen schilderte die junge Jesidin mutig ihr Schicksal: Vor 120 Schülerinnen und Schülern der Winfriedschule Fulda und im Rahmen eines Akademieabends im Bonifatiushaus Fulda mit 150 Gästen berichtete sie von ihren Erlebnissen und ihrem Umgang damit, beschrieb ihre Hoffnungen und Ziele und beantwortete Fragen der Zuhörer. Besse Boga, selbst Jesidin, übersetzte und las stellvertretend für Shirin zwei Kapitel aus deren autobiografischem Buch.

 

In die gesellschaftliche und politische Situation im Nordirak sowie in die Geschichte des IS führte bei beiden Veranstaltungen Johannes Näder von der IGFM-Fulda ein. Während der Ostertage 2017 hatte er als Bildungsreferent des Menschenrechtszentrums Cottbus an einem Friedens- und Versöhnungsmarsch von Erbil bis nach Alqosh in der Niniveebene nördlich von Mossul teilgenommen und konnte daher auch von seinen Eindrücken über die Situation in den Flüchtlingslagern berichten und eine Einschätzung über das äußerst schwierige Zusammenleben der verschiedenen Ethnien und Religionen geben, das durch Krieg und massive Kulturbrüche nur mühsam gelingt.

 

Kathrin Bornmüller, Ehrenvorsitzende der Deutschen Sektion der IGFM und Organsiatorin zahlreicher Hilfstransporte in die Krisenregion, ergänzte die Ausführungen durch ihre Erlebnisse und Erfahrungen, die sie bei Hilfstransporten und Besuchen im Sindschar-Gebirge gesammelt hat. Gerade die entwurzelten Menschen in den wilden Flüchtlingscamps, die Familien und Kinder in den zerstörten Dörfern benötigen dringend humanitäre Hilfe, Zugang zu sauberem Trinkwasser und medizinische Betreuung.

 

Akademieabend im Bonifatiushaus Fulda

In den Fängen des Islamischen Staates
Eine Jesidin berichtet von ihrer Verschleppung und Flucht

 

Die junge Jesidin Shirin wollte gerade ihr Abitur ablegen, als IS-Milizen ihr Heimatdorf im nordirakischen Sindschar-Gebiet überfielen. Mit ihrer Familie und anderen jesidischen Dorbewohnern wurde sie im August 2014 ins Zentrum des sogenannte „Islamischen Staates“ verschleppt und fast ein Jahr lang als Sklavin gehalten. Terroristen des IS misshandelten und vergewaltigten sie und andere Frauen und verkauften sie untereinander weiter. Nach einem Jahr gelang ihr die Flucht ins autonome Kurdengebiet, von wo aus sie über ein Hilfsprogramm nach Baden-Württemberg reisen konnte. Ihre Geschichte hat Shirin mit Unterstützung der Journalistin Alexandra Cavelius und des Psychologen Prof. Dr. Jan Kizilhan aufgeschrieben und als Buch veröffentlicht.
Im Rahmen einer Buchlesung mit anschließendem Publikumsgespräch berichtet Shirin von ihrem Leben in Gefangenschaft, von ihrer Flucht und von der Verarbeitung des Grauens.
 

Johannes Näder von der Fuldaer Arbeitsgruppe der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), der gerade von einem Friedensmarsch aus dem Nordirak zurückgekehrt ist, wird ins Thema einführen und die humanitäre Hilfe der IGFM vor Ort vorstellen.

 

Referenten:
Shirin, Jesidin aus dem nordirakischen Sindschar-Gebiet
Johannes Näder, Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Cottbus/Fulda


Bonifatiushaus Fulda
4. Mai 2017, 19 Uhr

 

Seit März 2016 ist die IGFM-Arbeitsgruppe Fulda mit Felizitas Sondergeld in der Agenda-Arbeitsgruppe FAIRES FULDA vertreten. 

 

IGFM-Fulda ist Mitglied in der Agenda-Arbeitsgruppe FAIRES FULDA

01. März 2016

Die IGFM AG Fulda ist seit März 2016 neues Mitglied in der Agenda-Arbeitsgruppe "Faires Fulda".

Die Agenda-Arbeitsgruppe ist ein Zusammenschluss aus verschiedenen Organisationen u. Einrichtungen. Globale, regionale u. lokale Fairness sind für die Gruppe eine untrennbare Einheit. Zu den Aktivitäten zählen regelmäßige Treffen, Pressearbeit, Präsentationen, das Organisieren von Ausstellungen und Vorträgen sowie die Teilnahme an Aktionen. Einen Schwerpunkt bilden die örtlichen Veranstaltungen im Rahmen der jährlich bundesweit stattfindenden „fairen Woche“ im September. An den diesjährigen Veranstaltungen, dem Vortrag  „Fair Reisen – wie mache ich umweltbewussten Urlaub“ (19.09.2016) im Marmorsaal des Stadtschlosses Fulda und am Ubuntu-Konzert „Wir in der einen Welt“ am 30.09.2016 in der Lutherkirche war auch die IGFM-Fulda  beteiligt.

Der Agenda AG "Faires Fulda" gehören Vertreterinnen und Vertreter von Fuldaer Schulen, katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, des KAB-Diözesanverbandes Fulda, der Verbraucherzentrale Hessen e.V., der kfd,  des Weltladens, von Kolping, Unicef, der IGFM-AG Fulda, tegut… gute Lebensmittel, Blumen-Link, des Umweltzentrums sowie das Agenda-Büro der Stadt Fulda an.

Leitbild der Arbeit ist die Lokale Agenda 21 der Stadt Fulda (im Jahre 2001 durch die Stadtverordnetenversammlung verabschiedet), die ein Handlungsprogramm für nachhaltige Entwicklung zur Sicherung der Lebensqualität künftiger Generationen darstellt und einen lokalen Beitrag zur globalen Gerechtigkeit leisten möchte. Zu den drei tragenden Säulen der Agenda 21 gehören daher Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaften. Nachhaltigkeit bedeutet, jede Generation soll sich so verhalten, dass nachfolgende Generationen und alle Menschen anderer Regionen der Erde gleichwertige Lebensgrundlagen und Entwicklungsmöglichkeiten haben.

 

Als Vorsitzende der UN-Menschenrechtskommission war Eleanor Roosevelt die treibende Kraft bei der Schaffung der Charta von 1948, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Diese Charta bildet die Grundlage der Arbeit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, zu der die Fuldaer Arbeitsgruppe der IGFM gehört.

Eleanor Roosevelt fand auf die Frage "Wo beginnen die Menschenrechte?" folgende Antwort: "An den kleinen Plätzen, nahe dem eigenen Heim. So nah und so klein, dass diese Plätze auf keiner Landkarte der Welt gefunden werden können. Und doch sind diese Plätze die Welt des Einzelnen: Die Nachbarschaft, in der er lebt, die Schule oder die Universität, die er besucht, die Fabrik, der Bauernhof oder das Büro, in dem er arbeitet. Das sind die Plätze, wo jeder Mann, jede Frau und jedes Kind gleiche Rechte, gleiche Chancen und gleiche Würde ohne Diskriminierung sucht. Solange diese Rechte dort keine Geltung haben, sind sie auch woanders nicht von Bedeutung. Wenn die betroffenen Bürger nicht selbst aktiv werden, um diese Rechte in ihrem persönlichen Umfeld zu schützen, werden wir vergeblich nach Fortschritten in der weiteren Welt suchen."

Auch aus diesen Gründenmöchte die IGFM-AG Fulda ihren Beitrag in der Lokalen Agenda AG Faires Fulda leisten und ist dort durch Felizitas Sondergeld vertreten.

 

Der Schutz der Kinderrechte bildet einen wesentlichen Schwerpunkt der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda

 

Menschenrechte / Kinderechte

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist das bekannteste Menschenrechtsdokument. Sie ist kein völkerrechtlicher Vertrag, sondern nur eine Willenserklärung der UN-Generalversammlung vom 10. Dezember 1948, in der die Völker der Vereinten Nationen "ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person" bekräftigt  haben. Weil die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte über Jahrzehnte international allgemein als der Standard für Menschenrechte anerkannt wurde, ist sie ins Völkergewohnheitsrecht eingegangen und dadurch rechtsverbindlich.

 

Ergänzt wurde diese Charta der Vereinten Nationen von einer "Erklärung der Rechte des Kindes" im Jahre 1959, in der jedem Kind folgende Rechte zugesprochen werden:
1. Das Recht auf Gleichheit, unabhängig von Rasse, Religion,Herkommen, Geschlecht.
2. Das Recht auf eine gesunde geistige und körperliche Entwicklung.
3. Das Recht auf einen Namen und eine Staatsangehörigkeit.
4. Das Recht auf genügende Ernährung, Wohnung und ärztliche Betreuung.
5. Das Recht auf besondere Betreuung, wenn es behindert ist.
6. Das Recht auf Liebe, Verständnis und Fürsorge.
7. Das Recht auf unentgeltlichen Unterricht, auf Spiel und Erholung.
8. Das Recht auf sofortige Hilfe bei Katastrophen und Notlagen.
9. Das Recht auf Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung und Ausnutzung.
10. Das Recht auf Schutz vor Verfolgung und auf eine Erziehung im Geiste weltumspannender Brüderlichkeit und des Friedens.

 

Dass die Arbeitsgruppe Fulda der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte in ihrem Arbeitsschwerpunkt für die besseren Lebensumstände rumänischer Heimkinder engagiert und sie durch Hilfsgütertransporte fördert, ist keine Selbstverständlichkeit. Das Eintreten für Menschen in sozialer Notlage ist in erster Linie ein karitativer Gedanke, der weltweit eher von großen Hilfsorganisationen wahrgenommen und nur selten mit der Menschenrechtsthematik verbunden wird. In Rumänien allerdings ist das Schicksal von Heimkindern eng mit Menschenrechtsverletzungen verknüpft, denn die zahlreichen Kinderheime des Landes 'verdanken' ihre Existenz einer dunklen Vergangenheit: Das 1965 an die Macht gekommene Diktatorenehepaar Ceausescu sonderte bis zu seinem Sturz im Winter 1989 Kinder nach staatlichen Intelligenztests in 'Sterbeheimen' ab, wo sie unter erschütternden hygienischen Bedingungen dahinvegetierten. Unterernährung und fehlende medizinische Versorgung waren kalkulierte Größen, um den 'Nachschub' an selektierten Kindern in den Heimen sicherzustellen, ohne expandieren zu müssen. Für einige Heime bedeutete das eine geplante Sterblichkeit von 50 Prozent im Jahr. Ein großer, schlichter Friedhof war meist Teil des Heims. Gekoppelt war diese Politik mit dem Größenwahn Ceausescus, den Vielvölkerstaat Rumänien zu einer so gut wie rein rumänisch bevölkerten Nation zu machen. So ordnete er an, daß jede rumänische Frau mindestens fünf Kinder zu gebären habe. Amtliche Schwangerschaftsnotierungen und Schikanen der berüchtigten Sekuritate, die ihren Nachwuchs aus besonderen rumänischen Waisenheimen rekrutierte, unterstützten diese Rassenzucht-Politik. 1990, also ein Jahr nach dem Zusammenbruch der rumänischen Diktatur hat die IGFM-Fulda begonnen, Kinderheime in Rumänien zu unterstützen. Bis heute arbeiten wir in Rumänien daran, Kindern aus armen Familien zu einem besseren Lebens zu verhelfen - ganz im Sinne der Kinderrechtserklärung.

Foto: Aktivität des BDKJ mit missio zur Religionfreiheit in Ländern wie Pakistan, Vietnam, Laos und Nigeria
 

 

 

IGFM-Fulda und IGFM-Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit" bei Missio-Aktionstag Pakistan

Fulda, Oktober 2014

Heinz J. Ernst, Sprecher des IGFM-Arbeitskreises "Religionsfreiheit weltweit" und Mitglieder der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda informierten auf Einladung des missio-Diözesanverbandes Fulda am bundesweiten missio-Aktionstag "Monat der Weltmission", der diesjährig in Fulda stattfand, über die Menschenrechtslage in Pakistan.

 

Pakistan: Christin Asia Bibi droht seit November 2010 Hinrichtung wegen "Beleidigung des Islam"
Asia Bibi, Mutter von fünf Kindern, ist die erste Frau, die in Pakistan wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt wurde.

Die Christin, die als Tagelöhnerin in einer Obstplantage beschäftigt war, wurde am 19. Juni 2009 im Dorf Itanwali (Provinz Punjab) verhaftet. Asia hatte mit einem Gefäß Wasser aus einem Brunnen für ihre Arbeitskolleginnen auf dem Feld geschöpft. Eine Nachbarin, die mit der Familie von Asia Bibi wegen einer Vermögensangelegenheit in Streit liegt, sagte ärgerlich, dass es für eine Christin verboten sei dasselbe Wasser wie Muslime zu trinken, und weitere Arbeiterinnen pflichteten bei, dass sie als Christin unrein sei. Es kam zu einem religiösen Gespräch. Nach Aussage der Frauen soll Asia Bibi dann behauptet haben, dass Jesus Christus und nicht Mohammed der wahre Prophet Gottes sei, was sie abstreitet. Aufgebrachte Muslime schleppten sie zu einer Moschee, wo sie ihrem Glauben abschwören sollte. Als sie sich weigerte, wurde sie misshandelt und dann der Polizei übergeben. Am 8. November 2010 verurteilte sie der Richter Muhammed Naveed Iqbal des Gerichts in Nankana in der Provinz Punjab aufgrund des Blasphemiegesetzes zum Tode durch Erhängen.

Der Mutter von fünf Kindern bestreitet den Vorwurf der Beleidigung des Propheten Mohammed und hat Berufung eingelegt. Ihr droht nach wie vor die Hinrichtung. Wie in solchen Fällen üblich, zieht sich das Verfahren über Jahre hin. Der High Court in der ostpakistanischen Provinzhauptstadt Lahore überprüft das Urteil. Die Berufungsverhandlung wurde allein seit Weihnachten 2013 fünfmal verschoben. Auch Richter fühlen sich bei möglichen Freisprüchen bedroht. Weil sie sich öffentlich für ein faires Gerichtsverfahren für Asia Bibi eingesetzt hatten, wurde der islamische Gouverneur Salman Taseer und der christliche Minister für Minderheiten Shabaz Bhatti Anfang 2011 umgebracht. Die Regierungen von Italien, Frankreich und Spanien haben Asia Bibi und ihrer Familie im Fall des Freispruchs Asyl angeboten.

Nach Morddrohungen durch Extremisten musste auch ihr Ehemann, der Ziegeleiarbeiter Ashiq Masih, mit den Kindern untertauchen. Extremistische Muslime haben angekündigt, sie zu töten. Ein Imam setzte im Jahr 2010 eine Kopfprämie von umgerechnet 4.870 Euro für ihre Tötung aus. In einem an Papst Franziskus gerichteten Brief von Januar 2014 schreibt die überzeugte Katholikin u.a.: „In diesem Winter hatte ich viele Probleme. Meine Zelle hat keine Heizung und keine geeignete Tür, um die Kälte abzuhalten. [...] Ich habe nicht genug Geld für die täglichen Bedürfnisse. Ich bin sehr weit von Lahore, so dass meine Familie mir nicht helfen kann... Ich lebe noch Dank der Kraft der Gebete für mich. Ich vertraue auf die Gnade Gottes, der alles vermag...“

So können sie sebst aktiv werden:  http://www.igfm.de/mach-mit/appelle/

 

Aktualisierung Oktober 2016: Letzte Berufungsmöglichkeit nach Rücktritt eines Richters vertagt

Islamabad (13. Oktober 2016) – Im letztmöglichen Berufungsverfahren vor dem Obersten Gericht Pakistans ist die Anhörung der mit dem Tod bedrohten Christin Asia Bibi am 13. Oktober vertagt worden. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, erklärte sich einer der drei Richter, Iqbal Hameed-ur-Rehman, selbst für befangen. Der gesamte Prozess um die angebliche Herabwürdigung des Islam war von Drohungen, Protesten und massiver Gewalt durch Islamisten begleitet. Ein neuer Anhörungstermin steht nicht fest.
Der zurückgetretene Richter verwies darauf, dass er auch im Prozess um den Mord am Provinzgouverneur Salman Taseer beteiligt war. Der Gouverneur war am 4. Januar 2011 von einem Islamisten erschossen worden, weil er sich für die Freilassung von Asia Bibi eingesetzt hatte. Die Bedrohung der Richter und Anwälte durch Islamisten sei enorm, unterstreicht die IGFM. Falls das Oberste Gericht Pakistans die Todesstrafe gegen die christliche Landarbeiterin nicht aufhebt, bleibt nur noch ein Appell an den Staatspräsidenten als letzte Möglichkeit, die Hinrichtung zu verhindern.
IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin erklärt: „Der Fall von Asia Bibi macht deutlich, dass in der Islamischen Republik Pakistan Wille und Kraft zu Rechtsstaatlichkeit fehlen. Christen, Ahmadiyya und Angehörige anderer religiöser Minderheiten sind vor Gericht und im Staat Menschen zweiter Klasse. Sie leben in ständiger Angst vor Übergriffen und Willkür.“
Bereits im Frühjahr stellte eine islamistische Gruppe ein Ultimatum für den 27. März für die Vollstreckung des Todesurteils gegen Asia Bibi und drohte mit landesweiten Protesten. Die bestellten Richter Mian Saqib Nisar, Iqbal Hameed-ur-Rehman und Manzoor a Malik werden mit dem Tode bedroht. Rund 150 islamische Geistliche drängen auf eine Hinrichtung gemäß der Scharia. Einige von ihnen konnten sich sogar zur Verhandlung Zugang verschaffen, wie die pakistanische Menschenrechtsorganisation Christian True Spirit (CTS) mitteilte. Christen im ganzen Land bangen um die mehrfache Familienmutter.
Asia Bibi sitzt seit dem 19. Juni 2009 in Haft und wurde erstinstanzlich im November 2010 zum Tode verurteilt. Der Fall hat eine große Symbolkraft für die Auseinandersetzung um die Bedeutung der Scharia im Land; zwei Fürsprecher für Asia Bibi wurden bereits ermordet. Pakistans Oberstes Gericht ließ vorigen Juli die Berufung zu und schob die Hinrichtung auf. (Quelle: www.igfm.de)

 

Ein schlichter Stuhl als Zeichen des Protests vor der Altstadtbäckerei Ballmaier in Fulda. Auch in der Fußgängerzone von Fulda hatten Mitglieder der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda mit leeren Stühlen auf die weitere Inhaftierung Xiabos aufmeksam gemacht.

 

 

10. Dezember - Tag der Menschenrechte Freiheit für Liu Xiaobo

Fulda, 10. Dezember 2010

„Ich sehe dem Tag entgegen, an dem meine Nation ein Land ist mit Meinungsfreiheit, ... wo alle politischen Ansichten unter der Sonne ausgebreitet werden ... und wo niemand unter keinerlei Umständen politische Verfolgung erleidet, weil er abweichende politische Ansichten geäußert hat. Ich hoffe, dass ich das letzte Opfer der endlosen geistigen Inquisition Chinas sein werde und dass von jetzt an niemand mehr wegen seiner Äußerungen beschuldigt wird. Meinungsfreiheit ist die Grundlage der Menschenrechte, die Quelle der Menschlichkeit und die Mutter der Wahrheit. Die Meinungsfreiheit zu strangulieren, tritt die Menschenrechte mit Füßen, erdrosselt die Menschlichkeit und unterdrückt die Wahrheit. (...)“
Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article11527131/Liu-Xiaobos-Rede-Ich-habe-keine-Feinde.html

 

Die IGFM-Arbeitsgruppe Fulda unterstützt den Aufruf "Empty Chair" des Fördervereins der Gedenkstätte Hohenschönhausen für den bis heute inhaftierten chinesischen Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo.
IGFM-Arbeitsgruppensprecher Gunter Goebel bittet alle Bürgerinnen und Bürger, am 10. Dezember einen leeren Stuhl als Zeichen des Protestes vor die Tür auf den Bürgersteig zu stellen.
Liu Xiaobo hatte am 10. Dezember 2010 den Friedensnobelpreis erhalten, durfte aber nicht zur Preisverleihung nach Oslo fahren. Sein Stuhl blieb leer - zum ersten Mal seit 1936, als die Nationalsozialisten dem deutschen Preisträger Carl von Ossietzky die Reise nach Oslo verwehrten. Bis heute, seit über drei Jahren, sitzt der chinesische Bürgerrechtler isoliert von der Außenwelt im Gefängnis. Die IGFM-Fulda bittet alle Bürgerinnen und Bürger, die den Aufruf unterstützen, das offizielle Infoplakat aus dem Internet (http://www.stiftung-hsh.de)
herunterzuladen, auszudrucken und als Information auf dem Stuhl anzubringen. Fotos von dem ausgestellten Stuhl können an die Gedenkstätte Hohenschönhausen als Email geschickt werden, um die breite Unterstützerwirkung der Aktion deutlich zu machen (emptychair2010@googlemail.com).
 

 

14 Tonnen Geschirr - eine Spende der Fuldaer Großküchen-Firma Wahl im Rahmen ihrer Geschäftsaufgabe brachte die IGFM-Fulda in über 1.100 Kartons zu 35 Einrichtungen in Rumänien

 

 

Aktivitäten und Aktionen der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda

Die Arbeit der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda seit ihrer Gründung im Jahre 1989 ist vielfältig und reicht von der Einzelfallbetreuung politisch Inhaftierter über den Einsatz gegen Folter und Todesstrafe über das Eintreten für Rechte der Kinder bis hin zur humanitären Hilfe mit dem Schwerpunkt Rumänien.

IGFM-Fulda Fahrtbericht Rumänien 2011
IGFM-Geschirrtransport 2011.pdf
PDF-Dokument [1.7 MB]
IGFM-Fulda - Fahrtbericht Rumänien 2010
IGFM-Überleben in Zeiten der Wirtschafts[...]
PDF-Dokument [1.5 MB]
IGFM-Fulda Artikel Zeitschrift Menschenrechte 2003
IGFM Entwicklung in Würde.pdf
PDF-Dokument [3.1 MB]
IGFM-Fulda Fahrtbericht Rumänien 2001
fahrtbericht2001 zündschlüssel.pdf
PDF-Dokument [2.7 MB]
IGFM-Fulda Fahrtbericht Rumänien 2000
Fahrtbericht-Maicanesti 2000.pdf
PDF-Dokument [222.3 KB]
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(c) IGFM-Fulda, Gunter Goebel. Fotos: Daniel Buzatu, Gunter Goebel, Simone Hasenau, Johannes Näder, Philipp Schwind