Schneechaos in Ostrumänien
Februar 2011

Die Region um Maicanesti und Braila in Ostrumänien ist nach Schneeverwehungen unter Meter hohem Schnee begraben. Ganze Häuser verschwinden unter den Schneemassen, so wie auf dem Bild, das uns Liviu Mocanasu aus Maicanesti geschickt hat. Die Straßen sind unpassierbar, ganze Dörfer seit Tagen abgeschnitten. Was von den einfachen Lehmhäusern nach den Schneemassen übrig bleibt, kann man sich leicht denken. Häufig sind dünne Bleche und einfache Dachpappe der Schutz gegen Regen, den Schneemassen werden sie kaum standhalten.
Nach den Schneemassen kommen die Überschwemmungen, unter denen die Region bereits seit Jahren immer wieder zu leiden hat. Der Siret bringt die großen Wassermassen aus den Karpaten durch die flache Region zur Donau und die kleinen Deiche können dem kaum etwas entgegensetzen. Ganze Dörfer waren in den vergangenen Jahren vom Hochwasser heimgesucht worden, u.a. Namoloasa, in dem wir viele Familien unterstützen.

Tag der Menschenrechte 2011:
Freiheit für Liu Xiaobo
„Ich sehe dem Tag entgegen, an dem meine Nation ein Land ist mit Meinungsfreiheit, ... wo alle politischen Ansichten unter der Sonne ausgebreitet werden ... und wo niemand unter keinerlei Umständen politische Verfolgung erleidet, weil er abweichende politische Ansichten geäußert hat. Ich hoffe, dass ich das letzte Opfer der endlosen geistigen Inquisition Chinas sein werde und dass von jetzt an niemand mehr wegen seiner Äußerungen beschuldigt wird. Meinungsfreiheit ist die Grundlage der Menschenrechte, die Quelle der Menschlichkeit und die Mutter der Wahrheit. Die Meinungsfreiheit zu strangulieren, tritt die Menschenrechte mit Füßen, erdrosselt die Menschlichkeit und unterdrückt die Wahrheit. (...)“
Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article11527131/Liu-Xiaobos-Rede-Ich-habe-keine-Feinde.html
Die
IGFM-Arbeitsgruppe Fulda unterstützt den Aufruf "Empty Chair" des
Fördervereins der Gedenkstätte Hohenschönhausen für den bis heute
inhaftierten chinesischen Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo.
IGFM-Arbeitsgruppensprecher
Gunter Goebel bittet alle Bürgerinnen und Bürger, am Samstag, dem 10.
Dezember 2011, um 13.18 Uhr einen leeren Stuhl als Zeichen des Protestes
vor die Tür auf den Bürgersteig zu stellen.
Liu Xiaobo hatte am 10.
Dezember 2010 den Friedensnobelpreis erhalten, durfte aber nicht zur
Preisverleihung nach Oslo fahren. Sein Stuhl blieb leer - zum ersten Mal
seit 1936, als die Nationalsozialisten dem deutschen Preisträger Carl
von Ossietzky die Reise nach Oslo verwehrten. Bis heute, seit über drei
Jahren, sitzt der chinesische Bürgerrechtler isoliert von der Außenwelt
im Gefängnis. Die IGFM-Fulda bittet alle Bürgerinnen und Bürger, die den
Aufruf unterstützen, das offizielle Infoplakat aus dem Internet
(http://www.stiftung-hsh.de)
herunterzuladen, auszudrucken und als
Information auf dem Stuhl anzubringen. Fotos von dem ausgestellten Stuhl
können an die Gedenkstätte Hohenschönhausen als Email geschickt werden,
um die breite Unterstützerwirkung der Aktion deutlich zu machen
(emptychair2010@googlemail.com).
10. Dezember 2011, Bäckerei Ballmaier, Fulda - Ein leerer Stuhl als Zeichen des Protests gegen die Inhaftierung des Friedensnobelpreisträges von 2010, Liu Xiaobo. Auch in der Fußgängerzone von Fulda hatten Mitglieder der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda mit leeren Stühlen auf die weitere Inhaftierung Xiabos aufmeksam gemacht.
Weihnachtspakete für Familien in Rumänien
(01.12.2011)
Liebe Spenderinnen und Spender!
Am 17.12.2011 startet unser LKW in den Osten Rumäniens, um den von uns betreuten Familien Pakete mit Kleidung, Lebensmitteln, Hygieneartikeln und warmen Decken zu überbringen. Mitte Oktober waren Felizitas Sondergeld, Gunter Goebel und Hans Welter wieder in der Region Braila vor Ort, haben Kinderheime, Familienwohngruppen, Altenheime und Armenküchen besucht und den Verbleib unserer Hilfsgüter kontrolliert.
Während die Lebensumstände der behinderten Kinder und Jugendlichen in den staatlichen Einrichtungen durch Investitionen der Europäischen Union erfreulicherweise von Jahr zu Jahr besser werden, hat uns die Situation der von uns betreuten Familien zunehmend betroffen gemacht. Die rumänische Wirtschaftskrise und die staatlichen Sparbemühungen, die auch nicht vor Rentnern und Sozialhilfeempfängern Halt macht, trifft die Bedürftigen mit aller Härte. Vielen geht es schlechter denn je. Sie lassen in kleinen Lebensmittelgeschäften anschreiben, ernähren sich fast ausschließlich von Brot und Polenta (Maisgries), klagen über Hunger und mangelnde Möglichkeiten, überhaupt für Heizmaterial im Winter vorzusorgen. In vielen von uns besuchten Wohnungen, einfachste Behausungen ohne Gas- und Wasseranschluss, wird der aus Lehm gemauerte Küchenherd diesen Winter nur zum Kochen befeuert werden können. Den 15 ärmsten Familien wird Pastor Daniel Buzatu auch in diesem Jahr eine Fuhre Holz bringen, die wir aus Spenden finanzieren.
Am Samstag, dem 10.12.2011, der zugleich „Tag der Menschenrechte“ ist, führt unsere Fuldaer IGFM-Arbeitsgruppe im tegut-Markt in der Maberzeller Straße in Fulda wieder die Aktion „Eine Sache mehr“ durch. Über Ihren Besuch im tegut-Markt würden wir uns freuen. Wenn Sie uns beim Sammeln unterstützen wollen, sind sie gerne eingeladen, wir bitten um kurze Rückmeldung (Tel. 0661/240088). Päckchenaktionen für bedürftige Familien führen und führten in diesem Jahr freundlicherweise der Kindergarten St. Paulus/Ziehers Nord, die Schülervertretung des Fuldaer Domgymnasiums und die Katholischen Frauengemeinschaft Ebersberg durch. Danke dafür!
Wir bitten Sie auch in diesem Jahr um Ihre Unterstützung: Durch eine Spende auf das Spendenkonto der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda bei der Sparkasse Fulda, Kto 400 27 455 (BLZ 530 501 80), oder durch ein Lebensmittel- und Kleiderpaket, das wir gerne entgegennehmen. Weitere Informationen finden Sie unter Rumänienhilfe.
Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit und grüßen Sie sehr herzlich!
Gunter Goebel, Sprecher
Felzitas Sondergeld, Sprecherin
15 Tonnen Geschirr, Bestecke und Gläser für Schulen und Heime im Kreis Braila und Vrancea (August 2011)
Fast genau 1000 Kartons Geschirr, Gläser, Bestecke und weitere Küchenutensilien für 15 Heime und Schulen sowie 24 Familienwohngruppen und 80 bedürftige Familien im Osten Rumäniens konnte die Fuldaer IGFM-Arbeitsgruppe mit vielen Helfern auf dem Firmengelänge der Firma Wahl in Fulda packen, eine Spende der Familie Wahl für die von uns unterstützen Einrichtungen in den rumänischen Kreisen Vrancea und Braila. Mehr erfahren Sie unter "Rumänienhilfe".
Wer ist die IGFM-Arbeitsgruppe Fulda?
Die Arbeitsgruppe Fulda wurde am 13. Mai 1989 in Fulda gegründet. Alle unsere Mitglieder sind ehrenamtlich in ihrer Freizeit tätig. Seit Beginn der Arbeit sind wir in der Einzelfallbetreuung politisch Inhaftierter aktiv. Mit Fotoausstellungen, Vorträgen, Infoständen, Flugblättern und Pressearbeit machen wir auf Menschenrechts-verletzungen aufmerksam.
Unsere Arbeitsgruppe ist 1989 ursprünglich aus einer Initiative von fünf Schülern eines Fuldaer Gymnasiums entstanden. Hinzugestoßene Mitglieder unterschiedlicher Alters- und Berufsgruppen haben die Arbeit bereichert und unsere Gruppe wachsen lassen. Alle unsere Mitglieder sind ehrenamtlich in ihrer Freizeit tätig.
Seit Gründung unserer Arbeitsgruppe haben wir uns als Tätigkeitsschwerpunkt dem Schutz der Kinderrechte angenommen. Insbesondere in unserem Engagement für rumänische Waisenkinder und arme Familien im Osten Rumäniens leisten wir einen praktischen Beitrag für die Verwirklichung der Menschen- und Kinderrechte.

Wir feiern 60 Jahre Menschenrechte - Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il feiert mit... Plakatmotiv entnommen: http://www.igfm.de/Anzeigen-zum-Thema-Menschenrechte.276.0.html
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte e.V. (IGFM) ist 1972 als humanitäre, freie Bürgerinitiative gegründet worden. Ihr oberstes Ziel ist es, Menschen zu unterstützen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die wegen der Inanspruchnahme dieser Rechte verfolgt werden. Opfern von Menschenrechtsverletzungen leistet die IGFM humanitäre Hilfe.
Die IGFM ist als gemeinnützig und mildtätig anerkannt. Moralische und rechtliche Grundlage der IGFM bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 10. Dezember 1948.