
Mittlerweile ist es schon zur Tradition geworden: Kurz vor Beginn der Weihnachtsferien verwandelt sich der Raum der Schülervertretung (SV) der Rabanus-Maurus-Schule in ein wahres Geschenke-Paradies. Doch nicht die SV wird beschenkt – auch in diesem Jahr hat die Schülervertretung unter Federführung von Julia Ruwe und Joris Niggemann gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Fulda der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte e.V. (IGFM) eine Päckchen- und Paketaktion für benachteiligte Familien in Rumänien initiiert und durchgeführt. Auf diese Weise kamen mit der Unterstützung von Schülern, Eltern und Lehrern über 150 Päckchen (ca. 700kg) mit haltbaren Lebensmitteln, Süßigkeiten und Spielzeug zusammen, die kurz vor Heilig Abend per Bus nach Braila/Ostrumänien gebracht wurden und dort zu Weihnachten von Pastor Daniel Buzatu verteilt werden. (mehr: Aufruf des Fuldaer Domgymnasiums)

v.l.n.r.: Julia Ruwe (Stellv. Schulsprecherin), Joris Niggemann (Schulsprecher), Gunter Goebel (IGFM-Fulda), Matthias Höhl (Schulleiter), Sophie von der Tann, Lukas Altvater, Christine Kaiser, Maximilian Göth

Die ersten 50 Familienpakete haben wir vom ZOB Fulda auf den Weg nach Rumänien geschickt. Jedes Paket wurde ganz persönlich für eine Fami-lie gepackt und adressiert. Nach zwei Tagen erreichen die Pakete Braila, von wo sie unsere Vermittler, Pastor Daniel Buzatu und Viorel Mitrea, persönlich ausfahren und den Familien übergeben. Jede Paketübergabe wird mittels Foto dokumentiert. (mehr: Artikel Fuldaer Zeitung 16.12.2009)




Liebe Spenderinnen und Spender!
Am Samstag, dem 05.12.2009, führt unsere Fuldaer IGFM-Arbeitsgruppe im tegut-Markt in der Maberzeller Straße in Fulda wieder die Aktion „Eine Sache mehr“ durch. Seit 1999 sammeln wir auf diesem Wege Lebensmittel und kleine Geschenke für bedürftige Familien im Osten Rumäniens. Über Ihren Besuch würden wir uns freuen.
Gut 100 Lebensmittel- und Kleiderpakete wollen wir noch vor Weihnachten nach Rumänien schicken. Zusätzlich haben der Kindergarten St. Paulus eine Päckchenaktion für bedürftige Kinder durchgeführt und die Schülervertre-tung des Fuldaer Domgymnasiums unterstützt unsere rumänischen Familien erneut mit einer Päckchen- und Paketaktion, an der sich viele Schüler und ganze Schulklassen beteiligen.
Auf die von uns betreuten Familien kommt nun wieder die kalte Jahreszeit zu. Vielen mangelt es an einem Stromanschluss, an genügend Heizmaterial oder an festem Schuhwerk, um einigermaßen erträglich durch den Winter zu kommen. Unsere Helfer vor Ort, Pastor Daniel Buzatu und Viorel Mitrea, versuchen die größte Not zu lindern. Mit Ihrer Unterstützung können wir alle von Fulda aus unseren Beitrag dazu leisten. Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit und grüßen Sie sehr herzlich!
Für die IGFM-Fulda Gunter Goebel & Felizitas Sondergeld

Für unsere rumänischen Patenfamilien waren 2008 und 2009 schwierige Jahre. Zuerst explodierten Lebensmittel- und Energiepreise, dann machten ihnen die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise schwer zu schaffen. Von dem Wirtschaftswachstum Rumäniens ist im Osten des Landes wenig zu sehen. Wir können nicht erkennen, dass es den von uns unterstützten Familien in den letzten Jahren besser geht. Die Schicksale haben oftmals ähnliche Muster: Tod, Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit des Vaters oder der Mutter, Familien mit behinderten Kindern.
Die Armut der Menschen erleben wir insbesondere in den Vororten der Großstadt Braila, 5, 10, 20 km vom Stadtrand entfernt. Einfache Lehmhäuser ohne Kanalisation, kein fließend Wasser, kein Gasanschluss, der Herd aus Lehm gemauert. Das Heizmaterial suchen die Kinder am Fluss Siret, der neben Treibgut auch regelmäßig Überschwemmungen bringt.
Werden Sie Familienpate!
Einige unserer Spenderinnen und Spender haben eine Patenschaft für eine Familie übernommen und packen 2-3mal im Jahr ein 10-15kg schweres Paket mit Lebensmitteln, Kleidung und Spielsachen für eine Familie, das wir in Fulda entgegennehmen und für 10 Euro pro Paket sicher und zuverlässig nach Braila/Ostrumänien transportieren. Dort wird es von unseren Helfern persönlich an die Familie ausgehändigt. In der Regel einmal jährlich besuchen wir viele Familien und halten gleichzeitig Kontakt zu unseren weiteren Projekten. Bei Interesse mailen Sie uns : info(&)igfm-fulda.de oder rufen Sie uns an: Felizitas Sondergeld 06657/8715.IGFM-Arbeitsgruppe Fulda, Am Felsenkeller 24a, 36100 Petersberg – www.igfm-fulda.de
Geldspenden erbitten wir unter dem Kennwort "Spende Rumänien" oder “Familienhilfe Braila” auf das Konto der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda: Kto. Nr. 400 27 445, Sparkasse Fulda, BLZ 530 501 80 (Eine Spendenquittung geht Ihnen bei Namens- und Adressangabe zu.)

Abb. oben: Valentina T. aus Braila: Überleben mit 145€ Einkommen und 58€ Kindergeld pro Monat auf einem Raum von 12 Quadratmetern. Der Ehemann arbeitet für einen Landwirt als Kuhhirte und Melker, sie selbst kümmert sich um das Vieh des Landwirts und versorgt ihre eigene Familie. Gut 100€ muss die Familie allein für Lebensmittel ausgeben.


Mein Name ist Maricela U. aus Silstea. Ich habe drei Kinder. Wir leben nur vom Kindergeld. Bitte helfen Sie mir. Ich habe ein (Lehm-)Haus ohne Stromanschluss, das uns fast auf den Kopf fällt. Die Kinder kann ich nicht richtig ernähren - wir leiden Hunger... Abends machen wir Licht mit Kerzen und wenn keine Kerzen da sind, sitzen wir im Dunkeln. Die Betten wurden mir geschenkt, die Bettdecken sind zerrissen. Wir essen gebratene Zwiebeln mit Polenta. Weihnachten war nicht schön; ich hatte nichts, was ich auf den Tisch stellen konnte, so habe ich den Kindern Polenta und Kartoffeln gegeben und dabei geweint. Herr Viorel (Anm.: Der IGFM-Betreuer vor Ort) hat uns etwas gebracht und die Kinder haben sich sehr gefreut. Wir danken aus ganzem Herzen. Die Kinder weinen - sie haben Hunger. Bitte helfen Sie mir. Meine Tochter habe ich im Winter in Sandalen in den Kindergarten geschickt. Meine älteste Tochter wünscht sich so sehr ein kleines Fahrrad, die anderen Kinder Süßigkeiten und Spielsachen. Gerne würde ich arbeiten, aber ich weiß nicht, wohin mit den Kindern (2 Töchter, 6 und 15 Jahre; 1 Junge 7 Jahre). Es ist sehr schwer.

Ich wohne in Faurei und bin sehr arm und allein erziehend. Mein Mann hat mich verlassen und ich habe sieben Kinder. Wir leben vom Kindergeld. Ich kann nicht arbeiten, da die Kinder klein sind. Vier Kinder gehen zur Schule, ein Kind in den Kindergarten. Der große Junge ist krank - er ist taubstumm und sehr nervös; er hat ständig Kopfschmerzen.
Die Schule beginnt und ich habe keine Schulsachen, mit denen ich die Kinder in die Schule schicken kann. Ich bitte Sie, helfen Sie mir!

10. Dezember 1948 – 10. Dezember 2008
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il feiert mit...
Plakatmotiv entnommen: http://www.igfm.de/Anzeigen-zum-Thema-Menschenrechte.276.0.html
Am 10. Dezember 2008 jährte sich zum 60. Mal der Jahrestag der Verkündigung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen. Für uns als Fuldaer Arbeitsgruppe der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) e.V. bildet die UN-Menschenrechtscharta die Grundlage unserer Arbeit. Die Tatsache, dass Menschenrechte jedem von Geburt an zukommen, unteilbar sind und sich niemals über die Leistungsfähigkeit oder das Verhalten eines Menschen definieren, ist unsere feste Überzeugung. Menschenrechte sind vorstaatliche Rechte; ein Staat kann sie nicht verleihen oder verweigern nicht zu- oder aberkennen.
Unser Einsatz für die Menschenrechte ist daher auch immer ein Einsatz gegen Staaten und Regierungen, die die grundlegenden Rechte des Menschen nicht respektieren. „Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind", formuliert die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776, die Virginia Bill of Rights, als berühmte Vorläuferin der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung ist die erste Menschenrechtserklärung unsere Geschichte, die nicht nur einzelne Gruppen oder Stände einer Gesellschaft im Blick hatte, sondern alle Menschen unabhängig ihrer Herkunft. Es mutet geradezu traurig an, dass das Land, in dem der Menschenrechtsgedanke seine Wiege hat, heute offensiv die Todesstrafe praktiziert (2008 bisher 36 Hinrichtungen) und sich die USA damit in eine traurige Allianz mit China, Libyen und dem Iran begeben.
Seit Gründung unserer Arbeitsgruppe haben wir uns als Tätigkeitsschwerpunkt dem Schutz der Kinderrechte angenommen. Insbesondere in unserem Engagement für rumänische Waisenkinder und arme Familien im Osten Rumäniens leisten wir einen praktischen Beitrag für die Verwirklichung der Menschen- und Kinderrechte. Antrieb hierfür war Ende der achtziger Jahre das Wissen um die vielen Kinderschicksale des Unrechtsregimes des rumänischen Diktatorenehepaars Ceausescu. 1990 haben wir uns im Kinderheim Cadea bei Oradea selbst einen Eindruck davon gemacht – die erschreckenden Bilder haben uns all die Jahre nicht mehr losgelassen.
2008 ist nicht nur der 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. 2008 ist auch das Jahr, in dem diejenigen rumänischen Jugendlichen volljährig geworden sind, die noch zur Zeit der Ceausescu-Diktatur geboren worden sind. Seitdem hat sich in rumänischen Kinderheimen vieles verändert, in den ersten Jahren langsam, aber doch stetig. Wir als Fuldaer IGFM-Arbeitsgruppe haben diesen Prozess seit 1990 aktiv begleitet und wir werden hilfsbedürftigen Waisenkindern und Familien auch weiterhin verbunden bleiben!
Am Samstag, dem 6. Dezember 2008, führen wir in den tegut…-Märkten in der Maberzeller Straße und in der Petersberger Str. in Fulda wieder gemeinsam mit Rotaract die Lebensmittelsammelaktion „Eine Sache mehr“ durch. Wir würden uns freuen, Sie dort begrüßen zu können. Über 250 Lebensmittel- und Kleiderpakete haben wir bereits in diesem Jahr für bedürftige rumänische Familien auf den Weg gebracht, weitere 100 Pakete werden bis Weihnachten folgen. Zur Deckung der Transportkosten nach Rumänien (die Pakete kosten uns via Spedition pro Kilo 75 Cent) bitten wir Sie auch in diesem Jahr um Ihre finanzielle Unterstützung.
Für die Arbeitsgruppe Fulda Gunter Goebel, Felizitas Sondergeld


Daniela Matei kümmert sich allein um ihre drei Kinder, wohnt in einer nie fertig gestellten verlassenen Kolchose zwischen zwei Ortschaften, ebenso wie etwa zwei Dutzend andere Menschen. Die zweistöckigen Betonruinen haben keine Dächer, deswegen bewohnen die Menschen nur das Erdgeschoss, für Daniela Matei und ihre drei Kinder sind das zwei Zimmer mit zerbrochenen Glasscheiben, die mit Brettern geflickt sind. Immerhin muss sie keine Miete zahlen, da die Menschen die Gebäude als Besitz überlassen bekommen haben. Im Winter werden die Fenster notdürftig mit Decken zugehängt, dann sitzt die Familie im Dunkeln. Als wir im Sommer Familie Matei besucht haben, haben wir uns entschlossen, ihr zwei neue Kunststofffenster einbauen zu lassen, damit sie und ihre drei Kinder den Winter besser überstehen. 350 Euro haben wir Pastor Daniel Buzatu Mitte November übergeben; er hatte die Fenster vermessen und ein Angebot eingeholt. Wir hoffen, dass es mit dem Einbau vor Weihnachten noch klappt und die Feiertage erträglich werden.


Manche Lehmhäuser wie das der Familie Dima Bogoi sind so ärmlich, dass sich der Stromversorger weigert, einen Stromanschluss zu legen, der wenigstens eine einfache Glühbirne zum Leuchten brächte.
Bezahlen könnte Familie Bogoi den Anschluss zudem sowieso nicht. Der Vater arbeitet als Tagelöhner in der Landwirtschaft für ca. 3 Euro am Tag, 20-25 Tage im Monat. Vor ein paar Jahren ist bei schweren Regenfällen das Wohnhaus zusammengefallen, seitdem wohnt die Familie mit zwei Kindern in einem notdürftig umgebauten Teil des alten Stalls. Geschlafen wird in einem Bett, das mit Stroh gepolstert ist.

Ein weiteres Beispiel ist das von Familie Ion Albeanu in Braila, Die Familie zählt sieben Kinder im Alter von 1-9 Jahren, das achte ist unterwegs. Der Mann ist durch einen Unfall Epileptiker geworden und kann aufgrund seiner Krankheit nicht mehr arbeiten. Die Familie wohnt in einem Hinterhof in einem ärmlichen Viertel Brailas zur Untermiete. Wir haben sie im Sommer besucht. Das Haus ist eine wahre Bruchbude aus Lehm, 2 Zimmer, kein fließend Wasser, Plumpsklo.

Herr Albeanu hat versucht, das Haus mit vielen gesammelten Holzbrettern winterfest zu machen. Familie Albeanu erhält vom Staat 11 Euro Kindergeld pro Kind und Monat, die Sozialhilfe beträgt ca. 112 Euro, Mietzuschuss, Energiekostenzuschuss, etc. gibt es nicht. Mieten sind sehr teuer in Rumänien, da es aufgrund der wachsenden Bevölkerung Wohnungsmangel gibt. Wer keinen alten, staatlich garantierten Mietvertrag hat, muss mit Mieten von ca. 100 Euro und mehr rechnen. Die Lebensmittelpreise sind im letzten Jahr für Grundnahrungsmittel um 50% gestiegen. Wer Glück hat und im Rahmen des Mindestlohns als Familienvater eine Arbeit findet, erhält ca. 130 Euro netto. Im Westen Rumäniens kann man 50-70 Euro mehr verdienen, dafür sind die Lebenshaltungskosten höher.

Seit diesem Jahr ist in das Casa Fulda eine neue Wohngruppe eingezogen. Die älteren Jugendlichen haben nach ihrem Schulabschluss das Haus verlassen, jüngere Kinder sind eingezogen. Nur zwei der älteren Jungen (Viorel Petrica und Mihai Ionut - letzterer fehlt auf dem Foto), wohnen von der ursprünglichen Wohngruppe noch im Haus. Neu eingezogen sind David (10 Jahre), Liliana (11 Jahre), Claudia (12 Jahre), Liviu Gheorghe (13 Jahre) und Maria (14Jahre). Um die Kinder besser kennen zu lernen, haben wir sie am Abend vor dem EM-Halbfinale zu einer Pizza eingeladen und viel über ihre Interessen, Lieblingsfächer in der Schule und ihren Alltag erfahren. Mit Viorel Petrica konnten wir uns gut auf Englisch unterhalten, er besucht ein Gymnasium und möchte Informatiker werden. Im Haus fühlen sich die Kinder wohl und werden gut betreut. Im vergangenen Jahr haben wir für das Casa Fulda u.a. eine neue Waschmaschine und einen Drucker für den Computer angeschafft. Zu Weihnachten und Ostern schickten wir Pakete mit Lebensmittel, Kleidung und Schulmaterialien.Neue Wohngruppe 'im Casa Fulda'.




In der Sonderschule Maicanesti besichtigten wir mit Prof. Mocanasu den neuen Anbau für das Motorik-Projekt, das wir mit Übungsgeräten unterstützten sowie weitere Neuerungen in der Sonderschule. Für die weitere Ausstattung des Raumes übergaben wir eine Barspende von 1.500 Euro.



Unser Familienwohnhaus für Waisenkinder "Casa Fulda" wurde eröffnet! Gut 30.000 Euro haben wir in dieses Projekt aus Spendengeldern eingebracht. Ein herzliches Dankeschön an alle unsere Spender!
Etwa 20.000 Euro hat unser Projektpartner, das Kreisjugendamt Braila, an Mitteln aufgebracht, wobei die Europäische Union ein Großteil dieses Geldes aus ihrem Phare-Programm zur Verfügung stellte.

Endlich - eine Woche nach Ostern 2006! "Unsere" Waisenkinder sind eingezogen: Viviana, Aurelia, Mihail Ionut, Daniel, Daniel, Viorel Petrica und Edward haben ihr neues Heim in Besitz genommen. Sie sind 15-18 Jahre alt und besuchen die Klassen 6-10 verschiedener Schulen der Stadt Braila, so z.B. eine Schule für Lernhilfe, eine Regelschule (bis Klasse 8) bzw. Gymnasien mit den Spezialisierungen Sport, Kunst bzw. Pädagogik. In der Mitte eine ihrer beiden Erzieherinnen.



12. April 2006: letzt Arbeiten am Fundamentsockel an der Rückseite des Hauses.
10. April 2006: Im Obergeschoss wird in den Jugendzimmern Laminatboden verlegt und anschließend die Möbel aufgebaut.
15.01.2006 Der Innenausbau ist fast fertig, Gas, Wasser, Elektroinstallation erledigt. Nun warten wir schon seit einer Woche darauf, dass das Gaswerk den Gaszähler montiert, dann kann endlich gefliest werden. In Rumänien dauer halt alles etwas länger... Dafür wird an der Außenanlage weiter gearbeitet.
15.12.2005 Die Holzbaufirma ist fertig, die Fenster sind eingesetzt, der Innenausbau mit Rigipsplatten und Steinwolledämmung abgeschlossen. Nun geht es an die Elektro- und Sanitärinstallation.
Treppenaufgang und Flur 1. Stock:

07.12.2005, 22.00 Uhr. Hans Welter ist soeben aus Rumänien zurückgekehrt. Unser Haus für Waisen schreitet voran. Inzwischen ist sogar schon das Dach gedeckt.

3.12.2005 Richtfest
Auch der nun einsetzende Frost kann den Arbeiten nichts mehr anhaben.

Der Keller ist abgedeckt, das Fundament fast fertig.

Unser "Haus für Waisen" schreitet voran. Die Betonsohle für den Keller ist gegossen. Nur 1/4 der Grundfläche des Hauses wird unterkellert, für den Rest der Grundfläche wird ein Streifenfundament angelegt. Foto vom 18.11.2005

Ich danke für das Paket. Ich bin eine arme Frau, ich habe 6 Kinder. Das Haus ist abgebrannt, ich habe ein Zimmer aus Lehm gemacht. Ich stehe in der Tür mit einer Decke um die Schultern (es ist kalt). Ich lebe vom Kindergeld. Keiner hilft mir – nicht die Ortsverwaltung – nicht die Menschen, die auch nichts haben. Wir haben nichts zu essen. Bitte helft uns - ganz gleich, mit was. (Ghiosu Sanda, Braila)
Die Ankunft eures Paketes war eine große Freude für meine Familie. Zusammen mit meiner Frau und den 11 Kindern haben wir uns um das Paket versammelt und uns über die Sachen gefreut. Wir sind 13 Personen in der Familie. Unsere materielle, wirtschaftliche Lage sieht schlecht aus. Die 3 größten Kinder haben keine Arbeit – und wenn sie etwas finden, dann nur für kurze Zeit – dann werden sie entlassen, damit andere Jugendliche mit einem kleinen „Probezeitlohn“ eingestellt werden können. Mein Lohn ist 1.500.000 Lei (38 Euro - der von der Regierung garantierte Mindestlohn) dazu 1.040.000 Lei Kindergeld (26 Euro für alle Kinder). Da die Preise andauernd steigen, können wir kaum das Alltägliche bezahlen. Bitte helfen Sie uns. (Draganescu Petre, Braila)
Bitte helft mir. Ich bin in einer aussichtslosen Lage. Ich bin arbeitslos, der ganze Wohnbezirk wurde vom E-Netz, von der Wasserversorgung und der Fernwärme abgeschnitten. Auf Bittschriften der Bewohner beim Bürgermeister von Braila kamen nur Versprechungen. Ich weiß nicht, mit was ich die Wohnung beheizen soll, mit was ich die Kinder in die Schule schicken soll. Wir haben kaum Essen, keine Kleider, keine Schuhe. (Pana Vasilica, Braila)
Beispiel: Hilfsgüter - Schwerpunkte unserer Hilfe
Schulranzenaktion - Aufruf (Acrobat Reader wird benötigt)


Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte e.V. (IGFM) ist 1972 als humanitäre, freie Bürgerinitiative gegründet worden. Ihr oberstes Ziel ist es, Menschen zu unterstützen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die wegen der Inanspruchnahme dieser Rechte verfolgt werden. Opfern von Menschenrechtsverletzungen leistet die IGFM humanitäre Hilfe. Die IGFM ist als gemeinnützig und mildtätig anerkannt. Moralische und rechtliche Grundlage der IGFM bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 10. Dezember 1948.
www.igfm.de

Die Arbeitsgruppe Fulda wurde am 13. Mai 1989 in Fulda gegründet. Alle unsere Mitglieder sind ehrenamtlich in ihrer Freizeit tätig. Seit Beginn der Arbeit sind wir in der Einzelfallbetreuung politisch Inhaftierter aktiv. Mit Fotoausstellungen, Vorträgen, Infoständen, Flugblättern und Pressearbeit machen wir auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam.
Unsere Arbeitsgruppe ist 1989 ursprünglich aus einer Initiative von fünf Schülern eines Fuldaer Gymnasiums entstanden. Hinzugestoßene Mitglieder unterschiedlicher Alters- und Berufsgruppen haben die Arbeit bereichert und unsere Gruppe wachsen lassen. Alle unsere Mitglieder sind ehrenamtlich in ihrer Freizeit tätig.
Seit Gründung unserer Arbeitsgruppe haben wir uns als Tätigkeitsschwerpunkt dem Schutz der Kinderrechte angenommen. Insbesondere in unserem Engagement für rumänische Waisenkinder und arme Familien im Osten Rumäniens leisten wir einen praktischen Beitrag für die Verwirklichung der Menschen- und Kinderrechte.

Einige Mitglieder der IGFM-Fulda 2002 in der Sonderschule Maicanesti/ Ostrumänien; v.l.n.r.:Gunter Goebel (Oberstudienrat), Johannes Näder (Student), Felicitas Sondergeld (Verwaltungsangestellte), Dr. Burghardt Scheibe (Ingenieur), Othmar Ballmaier (Bäckermeister), Timo Jost (Pflegedienstleiter).

Kinderheime sind und waren zahlreich in Rumänien, zahlreicher als in jedem anderen Land Europas und 'verdanken' ihre Existenz einer dunklen Vergangenheit. Das Diktatorenehepaar Ceausescu sonderte Kinder nach staatlichen Intelligenztests in "Sterbeheimen" ab, wo sie unter erschütternden hygienischen Bedingungen und mangelnder Betreuung dahinvegetierten mit einem festen Ziel: zu sterben. Unterernährung und fehlende medizinische Versorgung waren kalkulierte Größen. Das Wissen um diese Situation war Anlass für unser Engagement im Jahre 1990 für das Kinderheim Cadea bei Oradea, unweit des berüchtigten Kinderheims Chighid. Die Bilder vor Ort haben uns tief bewegt: kahlgeschorene Köpfe, ans Bett gefesselte Behinderte, Kinder, die in notdürftig umgebauten Pferdeställen hausten, der Friedhof nebenan. Sterblichkeit zu Ceausescus Zeiten: 50% im Jahr! Während wir die Unterstützung und Sanierung rumänischer Kinderheime mit dem EU-Beitritt Rumäniens und dem Bau unseres Familienwohnprojekts "Casa Fulda" abgeschlossen haben, konzentrieren wir uns seither auf vier Projekte:
- Unterstützung armer Familien und alter Menschen in Braila und Umgebung, die unter dem Existenzminimum leben
- Familienwohnprojekt "Casa Fulda"
- Nähstubenprojekt für benachteiligte Mädchen in Braila
- Sonderschule für lernbehinderte Jungen in Maicanesti
Eine ehrliche und ausführliche Information unserer Spender ist für uns selbstverständlich. Wichtig ist uns hier vor allem die Identifikation der Spender mit dem von ihnen unterstützten Projekt. Die Sensibilisierung einer möglichst großen Zahl an Spendern liegt uns dabei ganz besonders am Herzen.
Gunter Goebel, Sprecher
 |