Spendenkonto: IGFM-Arbeitsgruppe Fulda IBAN: DE92 53050180 0040027445 - Sie erhalten eine Spendenquittung bei vollständiger Adressangabe

»Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.«

(Art.1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)
 

Herzlich willkommen!

Die Arbeitsgruppe Fulda der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte e.V. wurde am 13. Mai 1989 in Fulda gegründet. Moralische und rechtliche Grundlage unserer Arbeit bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948. Alle unsere Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Schwerpunkte unserer Arbeit bilden der Einsatz für die Menschenrechte, insbesondere der Schutz der Kinderrechte. Dafür engagieren wir uns mit Veranstaltungen, Ausstellungen und unserer humanitären Arbeit mit dem Schwerpunkt Rumänien.

Im Großraum Brăila, im Osten Rumäniens, unterstützt die IGFM-Fulda Armenküchen, soziale Projekte, Wohngruppen für Waisenkinder und Menschen mit Behinderungen. Wir bemühen uns um eine Verbesserung der Lebenssituation kinderreicher Familien und alter Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, durch kurzfristige und nachhaltige Hilfe. Dafür sind wir jährlich persönlich in Rumänien vor Ort, seit über 30 Jahren.

1994 wurde unser Engagement vom Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Hamberger mit dem Europa-Preis der Europa Union gewürdigt. Seit März 2016 sind wir Mitglied in der Lokalen Agenda-Arbeitsgruppe »Faires Fulda«.

Als Arbeitsgruppe Fulda der Deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte e.V. sind wir Teil einer Nichtregierungsorganisation, die sich in vielen Ländern der Welt für die Verbesserung der Menschen- und Kinderrechte einsetzt, politisch Verfolgten und Inhaftierten eine Stimme gibt und Missstände anprangert.

Sprecher der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda sind Gunter Goebel (0661/240088) und Felizitas Sondergeld (06657/8715)

Aktivitäten der IGFM-Fulda

Unsere regionalen Aktivitäten für die Menschenrechte finden Sie unter IGFM-Fulda

Humanitäre Hilfe in Rumänien

Unsere zahlreichen Projekte für Kinder und Familien in Rumänien finden Sie unter Humanitäre Hilfe.

Familienpatenschaft übernehmen

 Informationen zu Patenschaften für Familien in Rumänien finden sie unter Familienpatenschaften.

Nächster Hilfstransport

Informationen: Termine & Kontakt.

Aufgrund der Corona-Krise nehmen wir keine Hilfsgüter an.

 

Wichtige Hinweise zur Abgabe von  Sachspenden
sowie zum Winter-Hilfstransport 2020

 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Hilfstransporte!
Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbunden besonderen Situation planen wir für den November/Dezember 2020 keinen Hilfstransport mit Sachspenden in die Region Braila/Rumänien. Wir können deshalb keine Sachspenden wie Kleidung, Schuhe, Decken oder sonstige Hilfsgüter annehmen, da wir über keine Lagermöglichkeiten verfügen und die Hilfsgüter auch nicht entgegennehmen, sortieren und packen können. Wir werden Sie an dieser Stelle darüber informieren, sobald ein neuer Hilfstransport geplant ist.

Auch in Zukunft wollen wir den Menschen in der Region Braila zur Seite stehen. Deshalb unterstützen wir die von uns betreuten Familien und Projekte auch weiterhin mit Geldspenden, die von unseren zwei Pastoren vor Ort an die Familien direkt überbracht werden. Wir veröffentlichen an dieser Stelle aktuelle Berichte (siehe unten) und bitten Sie um Geldpenden für die betroffenen Familien, die in dieser schweren Zeit vor allem Lebensmittel benötigen.

 

Spendenkonto: IGFM-Arbeitsgruppe Fulda IBAN: DE92 5305 0180 0040 0274 45
Sie erhalten eine Spendenquittung bei vollständiger Adressangabe

 

Felizitas Sondergeld, Sprecherin          Gunter Goebel, Sprecher
 

Die beiden Pastoren Daniel Buzatu und Viorel Mitrea sind auch in Corona-Zeiten regelmäßig bei besonders bedürftigen Familien in der Region Braila/Rumänien unterwegs.
Sie überbringen Hilfsgelder von IGFM-Familienpatenschaften, besuchen Menschen mit Behinderungen, Alte und Kranke und werden durch zahlreiche Anrufe täglich mit dem Leid der Menschen konfrontiert.

 

Alle Gelder, die die Pastoren an die Menschen weiterreichen, sind Spendengelder der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda. Die meisten Menschen rufen bei Pastor Daniel an und bitten ihn um Lebensmittel.

»Vielen Dank an alle in Fulda für alles, was Sie für unsere Region tun«

Bericht von Pastor Daniel Buzatu vom 30.03.2020:

„Guten Abend,

wir sind alle gesund und können einige Eindrücke für heute schreiben! Heute hatten wir eine Aktion durchgeführt, […] um Geld an diejenigen weiterzureichen, die Sponsorenunterstützung haben. Und statt Lebensmittel haben wir Geld gegeben, weil wir dieses gefährliche Virus haben und es riskant war Lebensmittel zu kaufen. Sie haben [Geld für] mehr als nur eine Tüte Essen bekommen, weil wir nicht wissen, wann wir das nächste Mal ausfahren können. Ich hatte eine Route, die die Orte Gemenele, Gavani, Romanu, Muchea und Braila umfasste. Wir mussten ein “individuelles Reisepapier“ erstellen, wie es das Gesetz vorschreibt. Auf der Strecke sah ich nur wenige Autos und tagsüber hatten wir mehrere Telefongespräche mit Herrn Hans, mit dem wir uns beraten haben. Das Geld, das ich weitergab, war für alle in Briefumschlägen. Ich hielt Abstand und vermied körperlichen Kontakt. Ich trug Maske und Handschuhe. […] Ich habe die Häuser nicht betreten.

Alle, die Geld für Lebensmittel oder von Spenderfamilien erhalten haben, haben unseren Freunden in Fulda dafür gedankt, dass sie sie nicht vergessen haben und in der gegenwärtigen Situation bei ihnen waren. Ich riet allen, Grundnahrungsmittel zu kaufen: Mehl, Öl, Mais, Nudeln, Reis usw. und das Geld nicht für andere Dinge auszugeben, weil die Zukunft ungewiss ist. Vielen Dank an alle in Fulda für alles, was Sie für unsere Region tun, und möge Gott uns alle vor diesem tödlichen Virus schützen.“
 

Zehn Patenfamilien hat Pastor Daniel Buzatu auf dieser Tour besucht und finanzielle Unterstützung überbracht. Wie schwierig die Situationen vor Ort sind, zeigt sein Bericht vom Besuch einer Familie aus Muchea, 16 km von Braila entfernt:

„Frau Alina begrüßte mich mit Tränen in den Augen und erzählte mir von ihren Problemen. Herr Fanel, der krebskranke Ehemann, konnte heute Morgen nichts sehen und wurde ins Krankenhaus nach Braila gebracht. Es ist nicht erlaubt, das Krankenhaus zu betreten, trotzdem muss sie jeden Tag zu ihm. Sie weiß nicht, wie sich die Gesundheit ihres Mannes entwickeln wird. Ein weiteres Problem, das Frau Alina mir erzählte, betraf die Ausbildung ihrer Kinder. Da alle öffentlichen Aktivitäten, einschließlich der Schulen, geschlossen sind, gehen die Kinder „online“ zur Schule. Frau Alina fragte uns, ob wir ihr mit einem Telefon helfen könnten, mit dem das Internet erfasst werden kann, damit ihre Kinder lernen können.“

Pastor Daniel hat der Familie inzwischen ein gebrauchtes Smartphone für 100 Euro besorgt, damit die Kinder ihre Hausaufgaben erledigen und lernen können. In den kleinen Orten gibt es kein telefonisches Festnetz, ohne Handy oder Smartphone ist man von allen Informationen abgeschnitten.
 

IGFM-Weihnachtshilfstransport Braila/Rumänien 2019

Auch Teil des Hilfsgütertransportes: Päckchen des Fuldaer Domgymnasiums und des Kindergartens St. Paulus in Ziehers Nord für Familienwohngruppen, Armenküchen und Kindergärten in der Region Braila im Osten Rumäniens.

Freude über den Empfang der  Weihnachtspakete: Familie Mendelenuta aus Gropeni.

Stolz und Freude bei Schulpatenkind Pirosca  über den Erhalt eines gespendeten Notebooks.

 

Foto unten: Schuhaktion für Kinder im Kindergarten in Lisoteanca.

Am 7. und 14. Dezember 2019 wurden wieder drei große Container mit mehr als 150 Kubikmetern an Hilfsgütern geladen. Neben den Mitgliedern und Unterstütztern der IGFM-Fulda waren in diesem Jahr an den beiden Ladeterminen 25 rumänische Helfer gekommen, die in Fulda wohnen und arbeiten und ehrenamtlich den IGFM-Hilfstransport für ihre bedürftigen Landsleute geladen haben. Ein Dank auch an die Spedition Brähler, die uns einen Transporter für die Ladelogistik zur Verfügung gestellt hat. Foto: Simone Hasenau.

 

Foto unten: Im Gemeindezentrum der Kirchengemeinde von Pastor Daniel Buzatu in Braila werden die Hilfsgüter entladen und von den Pastoren Daniel Buzatu und Viorel Mitrea persönlich jedem einzelnen Spender überbracht. 

 

Einen halben LKW mit Schulmöbeln aus den Beständen des Landkreises Fulda konnten wir der Schule in Unirea im Kreis Braila übergeben. Ebenso zwei Tischtennisplatten für den Sportunterricht, gespendet von "sport-grenzenlos", dem Inklusionsprojekt von Holger Nikelis und Linda Geisler-Seeliger.
 

Reisebericht und Spendenaufruf Rumänien 2019

Familie Didina aus Valea Canepii hofft auf eine Holzspende der IGFM-Fulda. Der Vater starb bei einem Stromunfall.


Zu Besuch in der Schule in Unirea. 30 gespendete Notebooks und einen neuen Kopierer hat die Schule durch die IGFM-Fulda erhalten.

Zu Besuch in der Armenküche Sf. Casian der Orthodoxen Kirche in Braila.

 

50 Euro muss Familie Glavan für den Schulbus für jedes ihrer drei älteren Kinder aufbringen, alleine für die Familie nicht zu schaffen.

Liebe Spenderinnen, liebe Spender!

Wir waren fast selbst erschrocken, als es uns bewusst wurde: Seit genau 30 Jahren sind wir als Fuldaer Arbeitsgruppe der IGFM für bedürftige Kinder und Jugendliche in Rumänien unterwegs. Die unmenschlichen Praktiken des Diktatorenehepaars Ceauşescu, die behinderte Kinder aus der  Gesellschaft aussortierten und gegen den Willen der Eltern in Sterbeheime abschoben, waren der Auslöser für unser Engagement in rumänischen Kinderheimen im Oktober 1990.

Heute sind wir noch immer jährlich in Rumänien unterwegs. Die Gegend um die Großstadt Brăila, am Rande der nördlichen Walachei gelegen, zählt zu den ärmsten Regionen des Landes. Nach dem EU-Beitritt Rumäniens 2007 kümmern wir uns hier insbesondere um Kinder aus bedürftigen Familien, die in kaum zu beschreibender Armut leben.

Die Familie von Ion Didina, dem junge Mann mit dem roten Sweatshirt, haben wir am 1. Oktober gemeinsam mit den beiden Pastoren Daniel Buzatu und Viorel Mitrea besucht. Nach dem Tod seines Vaters Mihai durch einen Stromunfall wohnt die Familie in einer Baracke neben einem verlassenen Haus am Ortsrand von Valea Canepii. Der 23-jährige arbeitet als Tagelöhner in der Landwirtschaft für 15 Euro am Tag, wenn er denn Arbeit findet. Das Geld braucht die Familie dringend, gehen doch die vier Geschwister von Ion noch zur Schule. Mit dem bisschen Geld lässt sich neben Lebensmitteln gerade noch die Stromrechnung bezahlen. Die Familie steht auf unserer Liste für zwei Brennholzlieferungen (Dezember/Februar), die ihnen über den Winter helfen soll.       

Den vierzehnjährigen Ionuţ Glavan aus Oancea hätte fast das gleiche, perspektivlose Schicksal eines Tagelöhners ereilt. Sein Vater hatte ihn nach der 8. Klasse von der Schule abgemeldet, weil er arbeitslos wurde und nicht noch für ein drittes Kind die monatlichen 50 Euro für den Schulbus aufbringen konnte. Obwohl die Schule bereits begonnen hatte, konnten wir den Vater von der Notwendigkeit des Schulbesuchs überzeugen. Seit dem 3. Oktober besucht Ionuţ das Technische Gymnasium „Anghel Saligny“ in Brăila. Für ihn und seine beiden älteren Schwestern Aurelia und Valentina haben wir eine Schulpatenschaft übernommen.

 

Am 7. Dezember 2019 startet unser Weihnachtshilfstransport. Für unsere Projekte bitten wir Sie auch in diesem Jahr um Ihre Untertützung.

 

Gunter Goebel (Sprecher)

Felzitas Sondergeld (Sprecherin)


Zu zwei Terminen im Vorfeld möchten wir Sie wieder herzlich einladen:

Lebensmittelsammelaktion „Eine Sache mehr“: 16.11.2019 (siehe unten).

Lichtbildervortrag Rumänien: 24.11.2019 (siehe unten).

Spendenaufruf und Einladung zum Lichtbildervortrag 2019
Spendenaufruf 2019.pdf
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Reisebericht Rumänien Oktober 2019: Jetzt wage ich sehr ernsthaft, über die Zukunft nachzudenken.
Reisebericht IGFM 2019 Rumänien.pdf
PDF-Dokument [1.1 MB]

Lichtbildervortrag  Rumänien 2019

(Nov. 2019) Am Sonntag, dem 24. November 2019, informierte die IGFM-Arbeitsgruppe Fulda in einem gut einstündigem Lichtbildervortrag im Pfarrzentrum der Pfarrei St. Paulus/Fulda-Ziehers Nord über ihre langjährige humanitäre Arbeit in Rumänien. Vom 29.09.-03.10.2019 waren mit Felizitas Sondergeld, Gunter Goebel, Hans Welter und Gerald Wolff wieder vier Mitglieder der IGFM-Fulda in Rumänien vor Ort, haben Projekte und Familien besucht und die Winterhilfe vorbereitet.

 

Neben einem kurzen Rückblick zu 30 Jahren Humanitärer Hilfe der IGFM-Fulda (1990-2019) wurde die humanitäre Arbeit der IGFM für Familien und alte Menschen in Rumänien vorgestellt und ein Überblick über die betreuten Projekte und Projektpartner in der Region Braila/Rumänien gegeben:

- Vermittlung von Schulpatenschaften

- Vermittlung von Familienpatenschaften

- warme Decken für kalte Winternächte

- Holzlieferungen für besonders arme Menschen

- Photovoltaikanlagen für Menschen ohne Stromanschluss

- Projekt "winterfester Raum" für Familien und Senioren

- Casa Fulda - Familienwohnprojekt für Waisenkinder

- Nähstubenprojekt für benachteiligte Mädchen
- Unterstützung von Armenküchen und Wohnprojekten

- Schulranzen & Hefte für mehr Chance auf Bildung 

- Lebensmittelspenden als Weihnachtsgeschenk

- Fahrräder für Tagelöhner und Familien

 

Lebensmittelaktion "Eine Sache mehr" im Edeka-Markt Hahner in Künzell

Am 16. November 2019 war es wieder soweit: Die IGFM-Arbeitsgruppe Fulda sammelte im Edeka-Markt Hahner in Künzell Lebensmittel, Hygieneartikel und Geldspenden für bedürftige Familien in Rumänien.

Über 40 Bananenkartons mit haltbaren Lebensmitteln kamen an diesem Tag zusammen. In vielen Gesprächen konnten wir über unsere humanitäre Arbeit informieren. Auch die Spendendose füllte sich, so dass wir weitere Lebensmittel einkaufen konnten.

 

Gemeinsam mit weiteren Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln aus Sach- und Geldspenden wurden 120 Familienpakete für bedürftige Menschen in der Region Braila in Rumänien gepackt. Die IGFM-Fulda sagt herzlichen Dank an alle, die diese Aktion so tatkräftig unterstützten.

 

Gunter Goebel, Sprecher

Felizitas Sondergeld, Sprecherin

Schulhefte & Stifte zum Schuljahresbeginn in Rumänien

Foto oben: Jugendliche stellen mit Pastor Daniel Buzatu die Schulhefte für den Schulstart zusammen.

 

Foto unten: Pastor Daniel Buzatu mit drei Schülern aus Unirea, die durch Schulpatenschaften der IGFM-Fulda gefördert werden und so die höhere Schulen in Braila besuchen können.

Pünktlich zum neuen Schuljahresbeginn hat die IGFM-Fulda mit Pastor Daniel Buzatu und seinem Team 60 Kinder und Jugendliche armer Familien mit Schulheften und Schulmaterialien in Braila/Rumänien versorgt.

Mit dem Kindergeld von ca. 20 Euro im Monat können gerade arme Familien kaum die hohen Kosten für die Schulmaterialien aufbringen, da das Kindergeld auch für Schuhe und Bekleidung der Jugendlichen ausreichen muss.

Die Schulpflicht reicht in Rumänien bis zum Besuch der 8. Klasse. Setzt ein Schüler/eine Schülerin die Schule in der 9. Klasse fort, muss er oder sie den Weg in die Stadt auf eine der höheren Schulen wählen. Allerdings werden die Fahrtkosten für den Bus nicht erstattet. Zwischen 40 und 65 Euro belaufen sich die monatlichen  Fahrkosten in die Schule, wenn Schüler 20 bis 30 km außerhalb der Großstadt Braila wohnen. So melden viele Eltern ihre Kinder nach der 8. Klasse von der Schule ab, obwohl diese manchmal zu den besten Schülern ihrer Klasse zählen.

Die IGFM-Fulda hilft hier durch Schulpatenschaften und übernimmt für besonders bedürftige Schüler die Hälfte der Fahrkosten, indem die Schülerinnen und Schüler ein Schulstipendium von der IGFM erhalten. Dies wird ausschließlich durch monatliche Schulpatenschaften getragen. Gerne können Sie eine Schulpatenschaft für ein halbes Jahr, ein Jahr oder für den 3-4jährigen Besuch der Oberschule (Lyzeum/Gymnasium) übernehmen.

Sport-grenzenlos ist ein innovatives Projekt, gegründet vom zweimaligen Paralympics-Olympiasieger im Tischtennis Holger Nikelis, das über Aktionen und sportliche Aktivitäten die Inklusion von Menschen mit und ohne Behinderungen fördern will.

Gemeinsam mit  der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda riefen Holger Nikelis und Linda Geisler-Seeliger die Kunden an den Flohmarktständen dazu auf, schöne Spielsachen für hilfsbedürftige Kinder im Osten Rumäniens zu erwerben und an dem Aktionsstand als Spende abzugeben. Nach einer ersten Aktion im Mai fand eine zweite 'Sammelaktion am 17. August 2019 zum Abschluss der Flohmärkte erneut statt. Auch Geldspenden wurden abgegeben, mit denen Spielsachen gekauft werden konnten.

sport-grenzenlos initiiert Flohmarkt-Spendenaktion für Kinder in Rumänien

V.l.n.r. Gunter Goebel, Simone Hasenau (beide IGFM-Fulda), Linda Geisler-Seeliger, Holger Nikelis (beide sport-grenzelos) beim Kinder- und Jugendflohmarkt im Mai 2019 in Künzell.

Hilfe zur Selbsthilfe - eine Kuh für Familie Mirea

08.03.2019: Die IGFM-Fulda, unterstützt durch Pastor Daniel Buzatu, kauft auf dem Viehmarkt von Insuratei für Familie Mirea eine Kuh.

 

Die Familie Mirea aus Insuratei wünschte sich seit langem eine Kuh. Der Familienvater von acht Kindern besitzt ein Pferd und hat als Tagelöhner viele Jahre die Familie ernährt, indem er mit seinem Pferdewagen landwirtschaftliche Transporte erledigte. Seitdem viele der Flächen von Investoren aufgekauft wurden, zu Spekulationsobjekten geworden sind oder mit modernen landwirtschaftlichen Geräten bewirtschaftet werden, findet er immer seltener Arbeit. Bei dem Besuch der IGFM-Fulda im Oktober 2018 in Insuratei berichtete Herr Mirea uns von den Alternativen, die ihm bleiben: Auf mehr Selbstversorgung zu setzen, z.B. mit einer Kuh, mit deren Milch er die eigenen Kinder versorgen und sich durch den Verkauf von Milch oder Käse etwas dazu verdienen kann, oder aber als Familienvater den Weg ins Ausland zu suchen z.B. als Erntehelfer in Spanien, um mit dem dort verdienten Geld seine Familie in Rumänien zu unterstützen.

Wir als IGFM-Fulda haben uns entschieden, Familie Mirea bei dem Weg in die Selbstversorgung zu unterstützen und haben zwei Drittel der Kosten für eine Milchkuh übernommen. Herr Mirea, der mit der Landwirtschaft groß geworden ist, weiß die Kuh zu versorgen und hofft nun auf eine bessere Zukunft für sich und seine Kinder. Im Oktober 2019 wird die IGFM-Fulda erneut vor Ort sein und den Verlauf des Projektes überprüfen.  

Fahrtbericht Rumänien 2018: Wenn Wunsch und Wirklichkeit auseinanderdriften
Reisebericht IGFM 2018 Rumänien.pdf
PDF-Dokument [471.5 KB]
IGFM-Faltblatt Humanitäre Hilfe Rumänien
IGFM-Leporello.pdf
PDF-Dokument [698.9 KB]
Fahrtbericht Oktober 2017: Im Winter regieren Kälte und Hunger
Fahrtbericht Rumänien 2017.pdf
PDF-Dokument [592.0 KB]
Fahrtbericht 2016: Hilfe und Unterstützung für ein Leben in Würde
IGFM-Fahrtbericht Oktober 2016 4 Seiten.[...]
PDF-Dokument [1.1 MB]

Die Leiterin der Mediothek der Freiherr-vom-Stein-Schule, Annette Theiner, und Direktor Dr. Ulf Brüdigam übergeben Gunter Goebel von der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda gut 50 Schulranzen und Schulrucksäcke.

Freiherr-vom-Stein-Schule sammelt Schulranzen für Kinder in Rumänien

Februar 2018

Mehr als 50 Schulranzen und -rucksäcke haben Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule in den vergangenen drei Wochen in der Mediothek der Schule gesammelt, oft reichlich gefüllt mit Heften, Blöcken, Schreibutensilien aber auch Spielsachen und Kuscheltieren. Die Freiherr-vom-Stein-Schule unterstützt damit eine Aktion der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda zugunsten hilfsbedürftiger kinderreicher Familien im Osten Rumäniens, bei denen die Eltern oft als Tagelöhner in der Landwirtschaft arbeiten und so kaum Geld für Schulmaterialien aufbringen können. Seit vielen Jahren kümmert sich die Fuldaer Arbeitsgruppe der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte e.V. unter dem Vorsitzenden Gunter Goebel um arme und in Not geratene Familien in Rumänien humanitär und in besonderen Krisenfällen. Zweimal im Jahr starten Hilfstransporte vom Schulgelände. Gunter Goebel, der viele Familien von seinen jährlichen Besuchen persönlich kennt, dankte bei der Übergabe der Schulranzen herzlich Schulleiter Dr. Brüdigam und Frau Theiner sowie allen Spendern für die Unterstützung. Im März 2018 werden die Schulranzen die bedürftigen Familien in Rumänien erreichen.

Weihnachtshilfstransport 2017 geladen: 9 Tonnen Hilfsgüter zum Tag der Menschenrechte (10. Dezember)

5 Fuhren Holz wurden bisher ausgefahren - hier erhält Familie Busuioc aus Valea Canepii eine Holzspende. Auch ein neues Dach konnten wir dem Ehepaar ermöglichen, nachdem ein Sturm das alte Dach abgedeckt hatte.

Freude über eine neue Tür bei Familie Socol. Letztes Jahr mussten sie ohne Tür - nur mit einer provisorischen Decke - überwintern.

Hilfe, die die Menschen erreicht

 

9 Tonnen Hilfsgüter konnten wir rechtzeitig zum Tag der Menschenrechte an dem Wochenende des 2. Advent auf den Weg nach Braila schicken. Über 200 Bananenkartons mit Lebensmitteln, 100 Kartons mit warmen Decken, Kartons mit Kleidung und Schulranzen sowie mehr als 40 Fahrräder  für arme Familien, Kinderwohngruppen, Armenküchen und Senioren. Neben der sehr erfolgreichen Lebensmittelsammelaktion Eine Sache mehr (s.u.), bei der 60 Bananenkartons mit Lebensmitteln gesammelt werden konnten, haben wir für weitere 2.000 Euro Grundnahrungsmittel und Schulmaterialien aufgewandt.

 

Wir sagen Danke für die tolle Unterstützung: allen Spendern, die diesen Transport möglich gemacht haben; allen Paten, die ein Lebensmittelpaket für eine Familie gepackt haben; den Schülerinnen und Schülern des Fuldaer Domgymnasiums für ihre tolle Päckchenaktion; dem Kindergarten St Paulus für ihre Martinsaktion; der Eine-Welt-Gruppe Oberes Sinntal, die mit ihrem Mitgliedern und Unterstützern allein für 40 Familien eine Patenschaft übernommen hat und nicht zuletzt unseren fleißigen Helfern, darunter viele Rumänen, die in Fulda arbeiten und teilweise im Anschluss an ihre Nachtschicht noch den LKW beladen haben.

 

In der Zwischenzeit waren auch Pastor Daniel Buzatu und Pastor Viorel Mitrea in Braila aktiv:

60 Raummeter Holz, aufgeteilt auf 5 LKW-Lieferungen im Gesamtwert von gut 3.500 Euro wurden bisher an 34 Familien ausgefahren. Wir sagen Danke allen Holzspendern im Namen der rumänischen Familien und Senioren, die nun ein Weihnachsfest in einer warmen Stube verbringen können. Einige Familien werden auch im Februar/März noch eine Holzlieferung erhalten.

 

Bis Weihnachten sind einige der vereinbarten Bauprojekte abgeschlossen worden. So hat das Ehepaar Busuioc z.B. ein neues Dach und ein neues Fenster erhalten (Gesamtkostenumfang knapp 800 Euro, finanziert durch eine persönliche Patenschaft). Das Ehepaar Busuioc haben wir mit zahlreiche weitere Familien im Oktober gemeinsam mit den beiden Pastoren besucht und die Maßnahmen auf unsere Agenda gesetzt. Für etwa 5.000 Euro haben wir Baumaßnahmen für über zehn bedürftige Familien vereinbart. Weitere Familien erhalten Hilfe für den Alltag: So haben wir noch vor Weihnachten drei halbautomatische Waschmaschinen ausgeliefert, die mit Brunnenwasser betrieben werden können.

 

Der Stiftung Lumina konnten wir aus Spenden eine neue Gastherme für die erste Etage ihres Wohnheimes finanzieren (Kostenumfang 2.000 Euro), in dem junge Erwachsene unterkommen, die die staatlichen Kinderheime mit Volljährigkeit verlassen müssen und nicht wissen, wo sie bleiben sollen. Sozialpädagogisch betreut kümmern sich die jungen Erwachsenen in einem Sozialprojekt wiederum um 40 alleinstehende Senioren, die sie besuchen und ihnen im Haushalt helfen. Mit dem Hilfsgütertransport haben wir Schreibtische, Fahrräder, Lebensmittel und Kleidung überbracht.

Den Dank der Stiftung Lumnia geben wir an unsere Spender gerne weiter:

 

Das war einer der schönsten Tage in diesem Jahr -
ein Jahr in dem es viele traurige Tage gab.
Heute war der Weihnachtsmann da und er war sehr gütig mit uns.

Wir danken für die große Hilfe, die Ihr uns schenkt.

Wir wünschen der ganzen Gruppe aus Fulda
Gesundheit und Erfolg in allen Unternehmungen, die Ihr anfasst.
Das Geschenkte möge zehnfach zurückkommen.
Nachdem die Gastherme eingebaut ist,
schicke ich Ihnen einen Bericht und Fotos.
Im Namen der 40 Senioren/Seniorinnen,
der 25 Jugendlichen und der 4 Angestellten
wünsche  ich Frohe Weihnachten und ein aufrichtiges
"Alles Gute im Neuen Jahr".
Mit viel Respekt
Carmen Neacsu (Vorsitzende der Stiftung Lumina)

 

Im Namen der IGFM-Fulda

Gunter Goebel und Felizitas Sondergeld  

 

Scheckübergabe, Foto: Wolfram Reidelbach Wildfleckener Nachrichten Nr. 5/17

Vortrag und Unterstützung durch die "Eine Welt Gruppe" Oberer Sinngrund

(Artikel der Einen-Welt-Gruppe Oberer Sinngrund; entnommen: Wildfleckener Nachrichten, 5/17)

Gunter Goebel, Sprecher der IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, www.igfm-fulda.de) berichtet über menschliches Leid im östlichen Rumänien. 50 interessierte Zuhörer aus allen Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft Oberer Sinngrund ließen sich am Sonntag im Pfarrheim Oberbach informieren und aufklären über Not und Elend in der Gegend um Braila, einer 120 000 Einwohnerstadt im östlichsten Rumänien, nahe der ukrainischen Grenze.

Mit Gunter Goebel konnte die "Eine Welt Gruppe" der Pfarreingemeinschaft Oberer Sinngrund einen engagierten Referenten aus Fulda gewinnen, der seit mehr als 25 Jahren ehrenamtlich Hilfe leistet und sich mit weiteren Engagierten um mehr als 200 Familien und Senioren kümmert. Er hat bereits ein Kinderheim, eine Nähstube und eine Suppenküche für die sozial Schwächsten vor Ort ins Leben gerufen. Im ärmsten Land der EU muss ein Rentnerpaar mit 89 € monatlich auskommen, der Raummeter Holz zum Heizen der ärmlichen Behausung für einen Monat kostet jedoch schon 50 €. Das Kindergeld von 18 € monatlich kann zwar den Eigenanteil für Arbeitsmaterial im staatl. Kindergarten decken, nicht jedoch weitere Kosten, die auf Eltern mit Kindern zukommen. Viele Männer sind Tagelöhner und müssen so ihre kinderreichen Familien ernähren, im Krankheitsfall sind sie jedoch mittellos und es gibt sogar Fälle von Familien, die gegen einfachste Kost und Unterkunft beim Dienstherrn wie Leibeigene überleben müssen. All das, aber auch die politische Situation des nach Demokratie strebenden Landes und seine wunderschönen Landschaften führte der Oberstufenleiter der Fuldaer Winfriedschule eindrucksvoll mit Bildern vor Augen, und die Zuhörer waren sichtlich betroffen.

Die "Eine Welt Gruppe" sorgte mit fair gehandeltem Kaffee, Tee und selbstgebackenen Kuchen für eine reichhaltige Tafel. Abschließend konnte die Gruppe dem Leiter der IGFM einen symbolischen Scheck von 550,00€ überreichen. Dieser Erlös setzt sich zusammen aus den Überschüssen des Fair-Trade Verkaufs nach den sonntäglichen Gottesdiensten, dem Fair- Trade Frühstück der Gruppe im März in Riedenberg, Palmwedelverkauf und Coffee-Stop an den Sportfesten in Wildflecken. Der Betrag konnte sogar noch durch eine spontane Sammlung der Zuhörer mit 350,00€ aufgestockt werden, worüber die Gruppe sehr stolz und dankbar ist.

Vor Ort in Rumänien werden dafür 2 Familien mit Photovoltaikanlagen, die mit Autobatterien betrieben werden, versorgt. Diese sorgen einfach nur für Licht im Haus. Weiterhin können diese Familien mit Holz durch den Winter gebracht werden. Im Herbst werden alle Interessierten die Möglichkeit haben, Pakete für konkret ausgewählte Familien zu packen und abgelegte Schultaschen und Rucksäcke, bestückt mit Schreibmaterial, zu spenden, um für eine Weihnachtsfreude zu sorgen. Die "Eine Welt Gruppe" des OSG wird dazu einen Aufruf starten und mit der IGFM Fulda kooperieren.

Pakete & Päckchenaktionen erreichen Kindergärten, Familien & Wohngruppen

Rechtzeitig zu Weihnachten erreichen die Päckchen der Schülervertretung des Fuldaer Domgymnasiums und des Kindergartens St. Paulus in Ziehers Nord ihre Adressaten im Osten Rumäniens.

Während der Kindergarten St. Paulus für seinen "Patenkindergarten" in Tichilesti Pakete gepackt und Geld aus einer Kollektensammlung für Bastelmaterialien übergeben hat, haben Schülerinnen und Schüler des Fuldaer Domgymnasiums (Rabanus-Maurus-Schule) in diesem Jahr Kindern und Jugendlichen in zahlreiche Einrichtungen eine Freude bereitet: Fünf Familienwohngruppen mit behinderten und nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen in Braila und Faurei, eine Behinderteneinrichtung in Liesti, eine Armenküche der Orthodoxen Kirche in Braila sowie zahlreiche bedürftige Familien erhielten mehr als 200 Päckchen und Lebensmittelpakete.

 

Am Abend des 15. Dezember konnte der LKW mit mehr als 11 Tonnen Hilfsgüter von den beiden Pastoren Daniel Buzatu und Viorel Mitrea gemeinsam mit zahlreichen Helfern in Braila entladen werden. Bis Weihnachten konnten so fast alle Pakete und Päckchen an mehr als 200 Stationen überbracht werden. 60 Fahrräder und weitere Kartons mit warmen Decken werden die Pastoren dann bis zum Jahresende ausfahren.

 

Bis Weihnachten haben die beiden Pastoren im Auftrag der IGFM-Fulda zudem insgesamt fünf Holzlieferungen an 37 bedürftige Familien und alte Menschen aus Spendengeldern ausgefahren. Jede dieser Familie hat damit 1,5-2 Raummeter Holz erhalten. Die ärmsten Familien erhalten dann im Frühjahr noch eine weitere Lieferung. 100 Raummeter Holz für ca. 4.000 Euro aus spendengeldern haben wir hierfür eingeplant. 

 

Die IGFM-Arbeitsgruppe Fulda bedankt sich bei allen Spenderinnen und Spendern, Familienpaten und Helfern für die großartige Unterstützung unseres diesjährigen Weihnachtshilfstransportes und wünscht mit einem Gedicht von Reiner Kunze ("Fast ein Gebet") gesegnete Weihnachten!

 

Wir haben ein Dach
und Brot im Fach
und Wasser im Haus,

da hält man's aus.

Und wir haben es warm
und haben ein Bett.

O Gott, dass doch jeder
das alles hätt'!

 

Für die IGFM-Arbeitsgruppe Fulda

Gunter Goebel und Felizitas Sondergeld

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(c) IGFM-Fulda, Gunter Goebel. Fotos: Daniel Buzatu, Gunter Goebel, Simone Hasenau, Johannes Näder, Philipp Schwind