Spendenkonto: IGFM-Arbeitsgruppe Fulda IBAN: DE92 53050180 0040027445 - Sie erhalten eine Spendenquittung bei vollständiger Adressangabe

»Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.«

(Art.1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)
 

Herzlich willkommen!

Die Arbeitsgruppe Fulda der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte e.V. wurde am 13. Mai 1989 in Fulda gegründet. Moralische und rechtliche Grundlage unserer Arbeit bildet die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948. Alle unsere Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Schwerpunkte unserer Arbeit bilden der Einsatz für die Menschenrechte, insbesondere der Schutz der Kinderrechte. Dafür engagieren wir uns mit Veranstaltungen, Ausstellungen und unserer humanitären Arbeit - insbesondere für Bildungsprojekte - mit dem Schwerpunkt Rumänien.

Im Großraum Brăila, im Osten Rumäniens, unterstützt die IGFM-Fulda Armenküchen, soziale Projekte, Wohngruppen für Waisenkinder und Menschen mit Behinderungen. Wir bemühen uns um eine Verbesserung der Lebenssituation kinderreicher Familien und alter Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, durch kurzfristige und nachhaltige Hilfe und vermitteln Schulpatenschaften. Dafür sind wir jährlich persönlich in Rumänien vor Ort, seit über 30 Jahren.

1994 wurde unser Engagement vom Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Hamberger mit dem Europa-Preis der Europa Union gewürdigt. Seit März 2016 sind wir Mitglied in der Lokalen Agenda-Arbeitsgruppe »Faires Fulda«.

Als Arbeitsgruppe Fulda der Deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte e.V. sind wir Teil einer Nichtregierungsorganisation, die sich in vielen Ländern der Welt für die Verbesserung der Menschen- und Kinderrechte einsetzt, politisch Verfolgten und Inhaftierten eine Stimme gibt und Missstände anprangert. Sprecher der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda sind Gunter Goebel (0661/240088) und Felizitas Sondergeld (06657/8715).

Aktivitäten der IGFM-Fulda

Unsere regionalen Aktivitäten für die Menschenrechte finden Sie unter IGFM-Fulda

Humanitäre Hilfe in Rumänien

Unsere zahlreichen Projekte für Kinder und Familien in Rumänien finden Sie unter Humanitäre Hilfe.

Familienpatenschaft übernehmen

 Informationen zu Patenschaften für Familien in Rumänien finden sie unter Familienpatenschaften.

Hilfstransporte für Familienpaten

Informationen: Termine & Kontakt.

Termine für den Paketversand für Familienpatenschaften.

Jahresbericht und Spendenaufruf 2021
IGFM-Spendenaufruf 2021.pdf
PDF-Dokument [957.8 KB]
Informationen zu Patenschaften 2021
Info Patenschaften.pdf
PDF-Dokument [564.2 KB]

Rumänien-Hilfstransport 2021 der IGFM-Fulda erreicht Familien, Einrichtungen und soziale Projekte in Braila

ganz oben: Ein Notebook für den Schulbesuch oben: Stühle für die Schule in Unirea
unten: Kartons voller Computer , Monitore und Tastaturen für einen ganzen Computerraum.

oben: Eine neue Tischtennisplatte für die Kinder des Casa Fulda. Eine Spende der Firma Sport-Thieme auf Vermittlung von Familie Goldbach.

unten: Freude über ein neues Bett und ein Fahrrad bei Familie Dumitrascu.

oben: Familie Giot mit ihrem Doppelstockbett - gestiftet von der Villa Fanatsia/Oberstoppel. 

unten: Beladen des LKW im Juni 2021 in Fulda.

Im Juni 2021 konnten wir pandemiebedingt endlich unseren für Februar 2021 geplanten Hilfstransport nach Rumänien auf den Weg schicken: 90 Kubikmeter Hilfsgüter, neben 65 Fahrrädern vor allem Betten und Doppelstockbetten mit Matratzen, Bettwäsche und warmen Decken, aber auch zahlreiche weitere Hilfsgüter wie Schulstühle und Computer für die Schule in Unirea, mehr als 120 Schulranzen und viele persönlich gepackte Pakete für Familienpatenschaften und soziale Einrichtungen.

 

Für das Casa Fulda, ein von der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda errichtetes Wohnprojekt für Waisenkinder, das vom Kreisjugendamt Braila betrieben wird, hatten wir eine neue wetterfeste Tischtennisplatte dabei, eine Spende der Firma Sport-Thieme, die wir durch Vermittlung einer Petersberger Familie erhalten haben. 

 

Ein Highlight des Transports bildeten die vielen neuwertigen Betten mit Matratzen, die wir insbesondere an bedürftige Familien weitergeben konnten. Die Doppelstockbetten waren von der Familie Reul aus Oberstoppel gespendet worden, die dort die Villa Fantasia, ein Schullandheim, betreibt. Weitere Betten hatten wir vom Landkreis Fulda erhalten. Aber natürlich kamen auch unsere 65 Fahrräder wieder hervorragend bei den Familien an.

 

Schwerpunkt unserer humanitären Arbeit in Rumänien ist die Unterstützung der Schulbildung junger Menschen. Wer den Schulbesuch über die 8. Klasse, also über die Schulpflicht hinaus, fortsetzt und in Braila drei Jahre die Berufsschule oder das vierjährige Lyzeum (Gymnasium) besucht, der hat später eine Chance, aus der Abhängigkeit als Tagelöhner auszubrechen und einen Beruf zu ergreifen, der die Gründung einer Familie und die Finanzierung des eigenen Lebensunterhalts möglich macht. Mit der Verteilung von Schulmaterialien, mit Familienpatenschaften und mit Schulpatenschaften, bei denen wir die Schulbuskosten übernehmen, unterstützen wir den Schulbesuch von Kindern und Jugendlichen aus prekären Lebensverhältnissen. Gemeinsam mit Pastor Daniel Buzatu, der die Hilfsgüter ausfährt und verteilt, werben wir als Menschenrechtsorganisation offensiv für die Fortsetzung des Schulbesuchs über die achte Klasse hinaus. Viele der von uns liebevoll gepackten Schulranzen werden von Marian Bacan, dem Schulsozialarbeiter für Unirea und Valea Canepii, verteilt. Er ist auch im Gespräch mit denjenigen, die über den Besuch der Berufsschule nachdenken und bietet bei Bedarf unsere Unterstützung im Sinne einer Schulpatenschaft an, z.B. wenn die Eltern die Buskosten nicht alleine tragen können.  Mit der Schule in Unirea, für die wir wieder zahlreiche Schulstühle und die Computerausstattung für einen weiteren Computerraum im Gepäck hatten - eine Spende des Landkreises Fulda - verbindet uns eine mehrjährige Patenschaft und eine gute Zusammenarbeit.

  

Wenn sie auch nur wenig Raum in dem großen LKW beanspruchten, so waren die 30 Notebooks, die wir Pastor Daniel Buzatu übergeben konnten, ebenfalls ein Highlight des diesjährigen Transportes. Die drei bis vier Jahre alten, bestens ausgestatteten Notebooks der europäischen Investitionsbank aus Luxemburg, mit denen man via SIM-Karte direkt das Internet nutzen kann, werden von Pastor Buzatu an Schülerinnen und Schüler unentgeldlich für die Zeit des Schulbesuchs verliehen. Die Geräte dienen der Recherche, dem Erstellen von Hausarbeiten und der Kommunikation mit Mitschülern und der Schule und begleiten die Jugendlichen bis zu ihrem Abschluss. Hoffentlich bleibt der Distanzunterricht der letzten beiden Jahre Vergangenheit. Der Sohn des Pastors, der selbst Informatik studiert, kümmert sich um den Support und die Einweisung. Keines der Kinder, die aus diesem Projekt ein Notebook erhalten, hätten sich den Kauf eines solchen Gerätes jemals leisten können.

 

Das Seniorenprojekt der Stiftung Lumina  ("Licht") konnten wir ebenfalls mit Decken, Kissen, Bettwäsche, Handtüchern und Hygieneartikeln unterstützen. Bereits zu Weihnachten und zu Ostern hatten wir den mehr als 50 alten Menschen, die von der Stiftung besucht und im Rahmen einer Tagespflege betreut werden, Lebensmittel und Hygieneartikel über eine Geldspende an die Stiftung zukommen lassen.  Auch zwei orthodoxe Armenküchen erhielten von uns zahlreiche Kartons mit Bettwäsche, Decken und Handtücher, die sie an bedürftige Familien und alte Menschen weitergeben.

 

Einige Betten und Fahrräder hatten wir auch für das zweite Projekt der Stiftung Lumina geladen: Für das Wohnprojekt "Centrul de tranzit", das junge Erwachsene aus ehemals staatlichen Heimen in das Berufsleben begleitet und ihnen für diese Zeit Unterkunft und sozialpädagogische Betreuung bietet. Hier übernehmen wir im Winter immer zusätzlich einen Energiekostenzuschuss, da die Stiftung die hohen Strom- und Heizkosten nicht alleine decken kann. Für beide Etagen des Projekts hatten wir vor einigen Jahren bereits den Einbau von Gasetagenheizungen finanziert, um die Energiekosten deutlich zu reduzieren und eine Warmweasserversorgung für die Duschen zu ermöglichen.
 

Mit dem Beladen des LKW im Juni 2021 hat die IGFM-Arbeitsgruppe Fulda auch ihre langjährigen Lagermöglichkeiten aufgeben müssen. Der ehemalige Lagerraum an der Freiherr-vom-Stein-Schule wird nun von der Schule selbst für ein Projekt der Nachmittagsbetreuung sinnvoll genutzt.

Wir haben uns nach über 30 Jahren humanitärer Hilfe und dem ebenso langem Sortieren und Packen von Sachspenden dazu entschlossen, keinen neuen Lagerraum mehr zu suchen. Die Annahme von Kleidung hatten wir bereits im vergangenen Jahr eingestellt. 

Künftig wird deshalb nur noch der Versand von Paketen für Familien- und Schulpatenschaften möglich sein. Wer eine Familien- oder Schulpatenschaft übernommen hat, kann weiter persönliche Pakete packen und zu vereinbarten Terminen versandfertig bei uns abgeben.

 

Weitgehend unverändert bleibt unsere Arbeit vor Ort in Rumänien: Die Brennholzaktionen im Winter, also die Verteilung von jeweils ein bis zwei Raummetern Holz für ca. 40 besonders bedürftige Familien und alte Menschen werden wir mit Geldspenden wie bisher unverändert fortsetzen. Die Schulpatenschaften und Familienpatenschaften beruhen ja ebenfalls vor allem auf den monatlichen finanziellen Zuwendungen. Gerne vermitteln wir Ihnen eine Familien- oder Schulpatenschaft, wobei Sie entscheiden, in welchem Umfang Sie eine Familie unterstützen möchten. Bitte nehmen Sie hierfür mit uns Kontakt auf: Gunter Goebel (0661/240088) bzw. Felizitas Sondergeld (06657/8715).

 

 

Wichtige Hinweise zur Abgabe von Sachspenden
sowie zu weiteren Hilfstransporten

 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Hilfstransporte!
Aufgrund der besonderen Herausforderungen in den letzten beiden Jahre haben wir die Annahme von Hilfsgütern dauerhaft eingestellt. Im Juni  2021 haben wir einen großen 90 Kubikmeter-Hilfstransport mit Schulmöbeln, warmen Decken, Fahrrädern und Schulranzen für die Region Braila/Rumänien ans Ziel bringen können. Leider können wir jetzt und auch im kommenden Jahr 2022 KEINE KLEIDUNG, KEINE SCHUHE, oder sonstige Hilfsgüter annehmen und bitten Sie dafür um Verständnis.

Auch in Zukunft werden wir den Menschen in der Region Braila zur Seite stehen und führen unsere Projekte vor Ort in Rumänien unverändert fort. Wir unterstützen die von uns betreuten Familien und Projekte weiterhin mit Geldspenden und vermitteln Ihnen bei Interesse gerne eine Familien- oder Schulpatenschaft oder bitten Sie um einer Geldspende für unsere Brennholzaktion im Winter, mit der wir mit Hilfe unserer beiden Pastoren vor Ort in Braila die besonders bedürftigen Familien und alten Menschen wirksam unterstützen können. Für Patenschaften werden wir weiterhin eine Möglichkeit anbieten, fertig gepackte und persönlich adressierte Pakete zu vereinbarten Terminen nach Rumänien auf den Weg zu schicken.

 

Spendenkonto: IGFM-Arbeitsgruppe Fulda IBAN: DE92 5305 0180 0040 0274 45
Sie erhalten eine Spendenquittung bei vollständiger Adressangabe

 

Felizitas Sondergeld, Sprecherin          Gunter Goebel, Sprecher
 

IGFM-Winterhilfe: Holzlieferungen ausgefahren, Lebensmittelspenden an Senioren verteilt

 

Wir haben ein Dach
und Brot im Fach
und Wasser im Haus,

da hält man's aus.

Und wir haben es warm
und haben ein Bett.

O Gott, dass doch jeder
das alles hätt'!

 

Reiner Kunze
("Fast ein Gebet")

 

Herr Nicu aus Gulianca in seinem Holzschuppen. Nach dem Tod seiner Frau in diesem Jahr hat er keinen Holzvorrat für den Winter vorsorgen können. Auch um Licht für sein Wohnhaus hat sich die IGFM Fulda durch eine einfachte Photovoltaikanklage gekümmert, da der Rentner über keinen Stromanschluss verfügt.

Die IGFM-Arbeitsgruppe Fulda bedankt sich bei allen Spenderinnen und Spendern, Familienpaten und Helfern für die Geldspenden für Holzlieferungen an besondes bedürftige Familien. VierFuhren Holz zu je 16,5 Raummetern wurden an 44 Familien und alte Menschen im Dezember ausgefahren, zwei weitere Fuhren im Februar 2021.

Pastor Daniel Buzatu berichtete von seinen Erlebnisses während der Fahrten: 

"Bei der Ausfahrt für die zweite Holzlieferung unterstützen wir Herrn Nicu aus Gulianca (Abbildung links). Seine Frau ist dieses Jahr gestorben. Er hatte keinen Strom und deshalb haben wir ihm eine kleine Photovoltaikanlage aufgebaut. Ich sah, dass er im Holzschuppen Zweige gesammelt und in kleine Stücke geschnitten hatte. Mehr hatte er bisher nicht bevorraten können. In Cotbu Nou traf ich Anisoara Dumitrascu, eine ehemalige Nonne und ihre Mutter - Dumitrascu Ioana. Frau Anisoara kehrte zu ihrer Mutter zurück und lebt unter unmenschlichen Bedingungen. Die Mutter jammert, dass es nachts sehr kalt ist. Ich habe versprochen, ihr ein Bett mitzubringen.

Die Familie Alina Maruntu (Abb. oben) aus Cotu Mihalea hat keinen Strom und befindet sich in einer prekären finanziellen Situation. Frau Alina wäscht die Kleidung von Hand und bringt Wasser aus dem Dorf mit einem Wagen, den sie von Hand von einem Brunnen zieht! Ihr Mann arbeitet wo er kann und ist deshalb nicht viel zu Hause!"
Familie Maruntu hat ebenfalls eine einfache Photovoltaikanlage auf 12V-Basis erhalten, mit der sie zuverlässig über LED-Lampen Licht machen kann. Ihren Kindern haben wir ein einfaches Smartphone mit Vertrag zur Verfügung gestellt, das an der Solarbatterie der Photovoltaikanlage aufgeladen werden kann. So können die Kinder am Online-Unterricht teilnehmen, da die Schulen in Rumänien seit Anfang November geschlossen sind. Erledigte Aufgaben werden mit dem Smartphone fotografiert und an die Lehrer verschickt. Im Dezember haben wir nach vielen Hilferufen bisher sechs weitere Smartphones für den Online-Unterricht durch Pastor Daniel Buzatu kaufen und an Familien übergeben lassen. Nur so ist es möglich, dass die Kinder das Schuljahr erfolgreich abschließen können. Für unseren Hilfstransport haben wir bereits über 100 Schulranzen mit Schulmaterialen sammeln können.
 

Für die IGFM-Arbeitsgruppe Fulda

Gunter Goebel und Felizitas Sondergeld

Hilfe für 51 Senioren hat die IGFM-Fulda in Kooperation mit der Stiftung Lumina in Braila überbracht.

Hilfe für Senioren in Zeiten der Isolation

"Mit Ihrer Unterstützung haben wir es geschafft, den Seelen unserer
älteren Menschen einen Hauch von Freude und Frieden zu bringen.
Dabei haben unsere wunderbaren jungen Leute geholfen.

Ich danke Ihnen und wünsche einen schönen Frühling!"
Respektvoll,

Camen Neacsu, Stiftung Lumina Braila, Februar 2021

 

Seit vielen Jahren unterstützt die IGFM-Arbeitsgruppe Fulda die Projekte der Stiftung Lumina ("Licht") in Braila. In zwei Projekten ihrer Stiftung begleitet deren Leiterin, Carmen Neacsu,  34 junge Erwachsene aus ehemaligen staatlichen Kinderheimen auf ihrem Weg in das Berufsleben und stellt ihnen Wohnmöglichkeiten, sozialpädagogische und psychologische Begleitung bereit. Für 51 hilfsbedürftige Senioren hat sie einen Pflege- und Besuchsdienst ins Leben gerufen.

Allen 51 pflegebedürftigen Senioren des Projekts der Stiftung Lumina haben wir zu Weihnachten und im März jeweils eine Tüte Lebensmittel im Wert von 20 Euro zukommen lassen, die vor Ort in Braila liebevoll gepackt wurden. Gerade die alten Menschen leiden in dieser schweren Zeit unter Einsamkeit und Isolation.

Auch das Wohnprojekt für junge Erwachsene ("Centrul de tranzit"), die aus staatlichen Waisenhäusern stammen, unterstützten wir in diesem Winter erneut mit einem Heizkostenzuschuss. Viele der jungen Menschen, die durch die Stiftung Lumina begleitet und in den Arbeitsmarkt integriert werden, haben in den letzten Monaten ihre Arbeit verloren. So können sie nicht mehr ihren Eigenbeitrag für die Nebenkosten bezahlen. In beiden Etagen des Wohnprojekts hatte die IGFM-Arbeitsgruppe Fulda vor einigen Jahren jeweils den Einbau einer Gasetagenheizung übernommen und die Einrichtung der Zimmer mit Möbeln aus Spenden von Fuldaer Schulen unterstützt. Beeindruckend an dem Projekt der Stiftung ist nicht nur die Integration der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt, sondern auch die Tatsache, dass sie die jungen Menschen von der Beantragung  einer Sozialwohnung bis zu deren Erteilung durch den Kreis Braila begleitet und ihnen so die Gefahr der Obdachlosigkeit nimmt. Im Gegenzug für die Unterstützung wirken die jungen Erwachsenen an dem Altenprojekt ehrenamtlich mit. Sie überbringen Einkäufe und halten einen Besuchsdienst aufrecht.    

Auch die Kinder der Familie Ciornei aus I.A.S. Latinu haben ein Smartphone erhalten, mit dem sie den Kontakt zur Schule halten können.

Die Eltern verarbeiten die Milch von zwei Kühen zu Käse und bestreiten durch den Verkauf von Milch und Käse einen Teil ihres Lebensunterhalts. Im Sommer arbeiten sie als Tagelöhner und Erntehelfer auf den Feldern. Gerade die Kinder aus bedürftigen Familien zählen in dieser Krise zu den Bildungsverlierern, wenn sie keine Möglichkeit erhalten, am Schulunterricht teilzunehmen, den Kontakt zu der Schule zu halten und ihre Hausaufgaben an die Lehrkräfte zu schicken.

Für sechs Smartphones inkl. Vertrag und Karte hat die IGFM-Fulda knapp 1.000 Euro aus Spendengeldern aufgewandt. Weitere sechs Familien sollen im Januar unterstützt werden.

Unterstützung für den Online-Unterricht

»Mein Name ist Lucian Mihailescu, ich bin 14 Jahre alt und ich bin in der achten Klasse. Meine Schwester Tabita ist in der fünften Klasse, Bianca in der vierten Klasse, Cornelia in der zweiten Klasse. Wir haben alle an der Online-Schule auf einem einzigen Smartphone der Mutter über WhatsApp teilgenommen. So erhielten wir Aufgaben und schickten unsere Erarbeitungen. Aber wir konnten nicht am (Video-)Unterricht selbst teilnehmen, das war mit dem Gerät nicht möglich. Vielen Dank für das neue Telefon, nun können wir alle zusammen mit unseren Mitschülern an den Online-Klassen teilnehmen, so wie es die Schule verlangt.«

Seit Anfang November sind die Schulen in Rumänien wieder geschlossen, der Unterricht findet als Distanzunterricht per Videokonferenz und über Nachrichtensysteme wie WhatsApp statt. Schülerinnen und Schüler armer Familien haben oft nicht die Möglichkeit, an diesem "Online-Unterricht", wie dies in Rumänien genannt wird, teilzunehmen, da sie über keine Geräte oder keinen Internet-Zugang verfügen. Gemeinsam mit Pastor Daniel Buzatu aus Braila hat die IGFM-Fulda im Dezember weitere sechs Smartphones mit einem Kartenvertrag an bedürftige Familien übergeben.
 

Jahresbericht & Spendenaufruf 2020

Spendenaufruf der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda November 2020
IGFM-Spenderbrief 2020.pdf
PDF-Dokument [509.0 KB]
Jahresbericht: Nicht Spitzennoten zählen, sondern die Sehnsucht nach Bildung.
Faltblatt Jahresbericht 2020.pdf
PDF-Dokument [803.0 KB]

Ionut Leontin Glavan mit dem Laptop, den wir ihm im Dezember 2019 geschickt haben. Ohne Laptop hätten die Kinder von Familie Glavan das "Corona-online-Schuljahr" nicht erfolgreich abschließen können.

Bildung bedeutet Zukunft  - Schulpatenschaften für Jugendliche

(31.08.2020) "Ich bin Glăvan Ionuț Leontin und ich bin an der Berufsschule „Anghel Saligny“ in Braila im Schwerpunkt Schweißtechnik. Der Laptop, den Sie mir gegeben haben, war für mich und meine Geschwister sehr hilfreich. Wir haben dieses Schuljahr gut abgeschlossen. Dass ich dieses Schuljahr abgeschlossen habe, ist nur Ihnen und Ihrem Gespräch zu verdanken, das Sie [vergangenen Herbst] mit meinen Eltern geführt haben.

Die finanzielle Hilfe, die Sie meiner Familie gegeben haben, hat unserer Familie Auftrieb gegeben. Wir waren seit März [durch Corona] nicht mehr in der Schule, aber wir wurden online unterrichtet. Das Internet kostet uns 60 Lei pro Monat (Router), und das Abonnement für ein Smartphone kostet ebenfalls 60 Lei.
[Anm.: 1 Euro entspricht ca. 4,8 Lei).

Seit Herbst wissen wir nicht, was mit der Schule passieren wird, wir wissen nicht, ob wir zur Schule gehen werden. Ich kann es kaum erwarten, mich am Schweißen zu versuchen. Danke für Ihre Hilfe."

 

Vergangenen Herbst hatten wir die Eltern von Ionut Leontin persönlich vor Ort in Braila im Gespräch überzeugt, dem nach der 8. Klasse von der Schule abgemeldeten Sohn den Besuch der Berufsschule in der 30km entfernten Kreisstadt Braila zu ermöglichen. Da der Vater im Sommer letzten Jahres seine Arbeit verloren hatte, wusste die Familie schon nicht mehr, wie sie die Fahrtkosten für den Schulbus der beiden älteren Geschwister von Ionut Leontin aufbringen sollte, immerhin 50 Euro pro Person und Monat.

Seither unterstützen wir die Familie monatlich durch zwei Patenschaften, die Spender der IGFM.-Fulda übernommen haben. Der Vater hat durch die Corona-Krise bis heute keine neue Anstellung finden können. 

 

"Liebe Stiftung aus Fulda!

Mein Name ist Glăvan Ionela und ich bin die Mutter der Kinder, denen Sie mit dem Geld für die Schule helfen. Ich danke dafür und auch für die Hilfe zum Unterhalt meiner Familie. Mit Ihrer Unterstützung kaufte ich Essen und Vorräte für die Kinder und bezahlte die Laptop-Abonnements für die Schule.
Alle meine Kinder gingen zur Schule und schafften es, dieses Schuljahr zu beenden, obwohl sie es seit März im Internet gemacht hatten. Sie hatten online Unterricht [von Zuhause aus], nutzten nacheinander den Laptop und schrieben damit. Ich sah, dass die Kinder warteten, dass die anderen mit dem Schreiben fertig waren. Ich weiß nicht, wie es im Herbst sein wird, aber ich bin entschlossen, sie weiter zur Schule zu schicken. Mein Mann konnte keine Arbeit finden, besonders in dieser Pandemiesituation. Wir kämpfen als Familie ums Überleben und das größte Problem ist Holz für den Winter.
Danke für all Ihre Hilfe."

Erste Schritte mit den neuen Laptops, die die IGFM-Fulda vermittelt hat, noch vor Corona-Zeiten.
Unser Besuch in der Scoala Gymnaziala in Unirea 2019. Eine Lieferung mit Schulmöbeln und Tischtennisplatten hat die Schule seitdem aus Fulda erreicht.

Dank für Schulpatenschaft mit der Schule in Unirea/Rumänien

27.07.2020

Mein Name ist Veronica Huiu. Ich bin Schulleiterin der Gymnasialschule aus Unirea und gleichzeitig Lehrerin für Mathematik. Ich möchte für die Unterstützung danken, die Sie uns mit der Vermittlung der Spende der 30 HP EIB-Laptops und der 2 neuen Kopiergeräte Develop Ineo 85, gegeben haben.

Die "Online-Schule" war sowohl für uns Lehrer als auch für die Schüler und ihre Eltern eine echte Herausforderung. Auch die Kopierer waren eine echte Hilfe. Wir konnten Arbeitsblätter erstellen/scannen, um sie an die Schüler zu senden.

 

Mit den HP-Laptops ist es eine ganze Geschichte. Wem helfen wir zuerst? Wir haben viele benachteiligte Kinder sowohl in der Schule in Unirea als auch in der Schule in Valea Canepii.

Priorität hatten die Schüler der 8. Klasse, die ihre Abschlussprüfung ablegen mussten. Folglich wurden 15 Laptops an die Schüler der 8. Klasse gegeben, die aus benachteiligten Familien kommen.

Wir hatten Familien mit 2-3 Kinder, die ein einziges Telefon zur Verfügung hatten, wir hatten Schüler aus der Mittelschule (Sekundarschule, Kl. 5-8) und der Oberschule – hier mussten wir entscheiden, wer bekommt einen Laptop. Es gab Schüler, bei denen das Telefon versagte, die konnten nicht weiterarbeiten. Der Internetanschluss war begrenzt oder gar nicht vorhanden. In diesen Fällen haben wir die Arbeitsblätter nach Hause geschickt. Dieses ermöglichten die Kopiergeräte.

Die Laptops waren auch für die Lehrer eine reale Hilfe und von großem Nutzen. So konnten sie die Unterrichtsmaterialien (Arbeitsblätter) an die Schüler schicken. Die Eltern der Kinder im Vorschulalter oder in den Vorbereitungsklassen, die noch nicht lesen können und auch kein Telefon (keine Apps) nutzen können, sind in einer sehr schwierigen Situation. Hier fehlen Lehrer und das geschulte Personal. In der jetzigen Situation, bei steigenden Corona-Infektionen, wird der Schulanfang auch (wieder) online sein.

Unser Budget ist klein, wir können den Schülern keine Geräte kaufen, um den Unterricht online zu verfolgen. Das heißt, wir können nicht alle Schüler am Unterricht teilhaben lassen. So sind die Konditionen nicht gleich für alle Schüler.

Wir bitten erneut um Ihre Hilfe, obwohl wir wissen, dass es schwer ist zu helfen in Zeiten von Corona.

 

Wir danken aus ganzem Herzen.

Mit viel Respekt

Schulleiterin der Gymnasialschule Unirea

Veronica Huiu

Die beiden Pastoren Daniel Buzatu und Viorel Mitrea sind auch in Corona-Zeiten regelmäßig bei besonders bedürftigen Familien in der Region Braila/Rumänien unterwegs.
Sie überbringen Hilfsgelder von IGFM-Familienpatenschaften, besuchen Menschen mit Behinderungen, Alte und Kranke und werden durch zahlreiche Anrufe täglich mit dem Leid der Menschen konfrontiert.

 

Alle Gelder, die die Pastoren an die Menschen weiterreichen, sind Spendengelder der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda. Die meisten Menschen rufen bei Pastor Daniel an und bitten ihn um Lebensmittel.

»Vielen Dank an alle in Fulda für alles, was Sie für unsere Region tun«

Bericht von Pastor Daniel Buzatu vom 30.03.2020:

„Guten Abend,

wir sind alle gesund und können einige Eindrücke für heute schreiben! Heute hatten wir eine Aktion durchgeführt, […] um Geld an diejenigen weiterzureichen, die Sponsorenunterstützung haben. Und statt Lebensmittel haben wir Geld gegeben, weil wir dieses gefährliche Virus haben und es riskant war Lebensmittel zu kaufen. Sie haben [Geld für] mehr als nur eine Tüte Essen bekommen, weil wir nicht wissen, wann wir das nächste Mal ausfahren können. Ich hatte eine Route, die die Orte Gemenele, Gavani, Romanu, Muchea und Braila umfasste. Wir mussten ein “individuelles Reisepapier“ erstellen, wie es das Gesetz vorschreibt. Auf der Strecke sah ich nur wenige Autos und tagsüber hatten wir mehrere Telefongespräche mit Herrn Hans, mit dem wir uns beraten haben. Das Geld, das ich weitergab, war für alle in Briefumschlägen. Ich hielt Abstand und vermied körperlichen Kontakt. Ich trug Maske und Handschuhe. […] Ich habe die Häuser nicht betreten.

Alle, die Geld für Lebensmittel oder von Spenderfamilien erhalten haben, haben unseren Freunden in Fulda dafür gedankt, dass sie sie nicht vergessen haben und in der gegenwärtigen Situation bei ihnen waren. Ich riet allen, Grundnahrungsmittel zu kaufen: Mehl, Öl, Mais, Nudeln, Reis usw. und das Geld nicht für andere Dinge auszugeben, weil die Zukunft ungewiss ist. Vielen Dank an alle in Fulda für alles, was Sie für unsere Region tun, und möge Gott uns alle vor diesem tödlichen Virus schützen.“
 

Zehn Patenfamilien hat Pastor Daniel Buzatu auf dieser Tour besucht und finanzielle Unterstützung überbracht. Wie schwierig die Situationen vor Ort sind, zeigt sein Bericht vom Besuch einer Familie aus Muchea, 16 km von Braila entfernt:

„Frau Alina begrüßte mich mit Tränen in den Augen und erzählte mir von ihren Problemen. Herr Fanel, der krebskranke Ehemann, konnte heute Morgen nichts sehen und wurde ins Krankenhaus nach Braila gebracht. Es ist nicht erlaubt, das Krankenhaus zu betreten, trotzdem muss sie jeden Tag zu ihm. Sie weiß nicht, wie sich die Gesundheit ihres Mannes entwickeln wird. Ein weiteres Problem, das Frau Alina mir erzählte, betraf die Ausbildung ihrer Kinder. Da alle öffentlichen Aktivitäten, einschließlich der Schulen, geschlossen sind, gehen die Kinder „online“ zur Schule. Frau Alina fragte uns, ob wir ihr mit einem Telefon helfen könnten, mit dem das Internet erfasst werden kann, damit ihre Kinder lernen können.“

Pastor Daniel hat der Familie inzwischen ein gebrauchtes Smartphone für 100 Euro besorgt, damit die Kinder ihre Hausaufgaben erledigen und lernen können. In den kleinen Orten gibt es kein telefonisches Festnetz, ohne Handy oder Smartphone ist man von allen Informationen abgeschnitten.
 

Reisebericht und Spendenaufruf Rumänien 2019

Familie Didina aus Valea Canepii hofft auf eine Holzspende der IGFM-Fulda. Der Vater starb bei einem Stromunfall.


Zu Besuch in der Schule in Unirea. 30 gespendete Notebooks und einen neuen Kopierer hat die Schule durch die IGFM-Fulda erhalten.

Zu Besuch in der Armenküche Sf. Casian der Orthodoxen Kirche in Braila.

 

50 Euro muss Familie Glavan für den Schulbus für jedes ihrer drei älteren Kinder aufbringen, alleine für die Familie nicht zu schaffen.

Liebe Spenderinnen, liebe Spender!

Wir waren fast selbst erschrocken, als es uns bewusst wurde: Seit genau 30 Jahren sind wir als Fuldaer Arbeitsgruppe der IGFM für bedürftige Kinder und Jugendliche in Rumänien unterwegs. Die unmenschlichen Praktiken des Diktatorenehepaars Ceauşescu, die behinderte Kinder aus der  Gesellschaft aussortierten und gegen den Willen der Eltern in Sterbeheime abschoben, waren der Auslöser für unser Engagement in rumänischen Kinderheimen im Oktober 1990.

Heute sind wir noch immer jährlich in Rumänien unterwegs. Die Gegend um die Großstadt Brăila, am Rande der nördlichen Walachei gelegen, zählt zu den ärmsten Regionen des Landes. Nach dem EU-Beitritt Rumäniens 2007 kümmern wir uns hier insbesondere um Kinder aus bedürftigen Familien, die in kaum zu beschreibender Armut leben.

Die Familie von Ion Didina, dem junge Mann mit dem roten Sweatshirt, haben wir am 1. Oktober gemeinsam mit den beiden Pastoren Daniel Buzatu und Viorel Mitrea besucht. Nach dem Tod seines Vaters Mihai durch einen Stromunfall wohnt die Familie in einer Baracke neben einem verlassenen Haus am Ortsrand von Valea Canepii. Der 23-jährige arbeitet als Tagelöhner in der Landwirtschaft für 15 Euro am Tag, wenn er denn Arbeit findet. Das Geld braucht die Familie dringend, gehen doch die vier Geschwister von Ion noch zur Schule. Mit dem bisschen Geld lässt sich neben Lebensmitteln gerade noch die Stromrechnung bezahlen. Die Familie steht auf unserer Liste für zwei Brennholzlieferungen (Dezember/Februar), die ihnen über den Winter helfen soll.       

Den vierzehnjährigen Ionuţ Glavan aus Oancea hätte fast das gleiche, perspektivlose Schicksal eines Tagelöhners ereilt. Sein Vater hatte ihn nach der 8. Klasse von der Schule abgemeldet, weil er arbeitslos wurde und nicht noch für ein drittes Kind die monatlichen 50 Euro für den Schulbus aufbringen konnte. Obwohl die Schule bereits begonnen hatte, konnten wir den Vater von der Notwendigkeit des Schulbesuchs überzeugen. Seit dem 3. Oktober besucht Ionuţ das Technische Gymnasium „Anghel Saligny“ in Brăila. Für ihn und seine beiden älteren Schwestern Aurelia und Valentina haben wir eine Schulpatenschaft übernommen.

 

Am 7. Dezember 2019 startet unser Weihnachtshilfstransport. Für unsere Projekte bitten wir Sie auch in diesem Jahr um Ihre Untertützung.

 

Gunter Goebel (Sprecher)

Felzitas Sondergeld (Sprecherin)


Zu zwei Terminen im Vorfeld möchten wir Sie wieder herzlich einladen:

Lebensmittelsammelaktion „Eine Sache mehr“: 16.11.2019 (siehe unten).

Lichtbildervortrag Rumänien: 24.11.2019 (siehe unten).

Spendenaufruf und Einladung zum Lichtbildervortrag 2019
Spendenaufruf 2019.pdf
PDF-Dokument [463.4 KB]
Reisebericht Rumänien Oktober 2019: Jetzt wage ich sehr ernsthaft, über die Zukunft nachzudenken.
Reisebericht IGFM 2019 Rumänien.pdf
PDF-Dokument [1.1 MB]

Hilfe zur Selbsthilfe - eine Kuh für Familie Mirea

08.03.2019: Die IGFM-Fulda, unterstützt durch Pastor Daniel Buzatu, kauft auf dem Viehmarkt von Insuratei für Familie Mirea eine Kuh.

 

Die Familie Mirea aus Insuratei wünschte sich seit langem eine Kuh. Der Familienvater von acht Kindern besitzt ein Pferd und hat als Tagelöhner viele Jahre die Familie ernährt, indem er mit seinem Pferdewagen landwirtschaftliche Transporte erledigte. Seitdem viele der Flächen von Investoren aufgekauft wurden, zu Spekulationsobjekten geworden sind oder mit modernen landwirtschaftlichen Geräten bewirtschaftet werden, findet er immer seltener Arbeit. Bei dem Besuch der IGFM-Fulda im Oktober 2018 in Insuratei berichtete Herr Mirea uns von den Alternativen, die ihm bleiben: Auf mehr Selbstversorgung zu setzen, z.B. mit einer Kuh, mit deren Milch er die eigenen Kinder versorgen und sich durch den Verkauf von Milch oder Käse etwas dazu verdienen kann, oder aber als Familienvater den Weg ins Ausland zu suchen z.B. als Erntehelfer in Spanien, um mit dem dort verdienten Geld seine Familie in Rumänien zu unterstützen.

Wir als IGFM-Fulda haben uns entschieden, Familie Mirea bei dem Weg in die Selbstversorgung zu unterstützen und haben zwei Drittel der Kosten für eine Milchkuh übernommen. Herr Mirea, der mit der Landwirtschaft groß geworden ist, weiß die Kuh zu versorgen und hofft nun auf eine bessere Zukunft für sich und seine Kinder. Im Oktober 2019 wird die IGFM-Fulda erneut vor Ort sein und den Verlauf des Projektes überprüfen.  

Fahrtbericht Rumänien 2018: Wenn Wunsch und Wirklichkeit auseinanderdriften
Reisebericht IGFM 2018 Rumänien.pdf
PDF-Dokument [471.5 KB]
IGFM-Faltblatt Humanitäre Hilfe Rumänien
IGFM-Leporello.pdf
PDF-Dokument [698.9 KB]
Fahrtbericht Oktober 2017: Im Winter regieren Kälte und Hunger
Fahrtbericht Rumänien 2017.pdf
PDF-Dokument [592.0 KB]
Fahrtbericht 2016: Hilfe und Unterstützung für ein Leben in Würde
IGFM-Fahrtbericht Oktober 2016 4 Seiten.[...]
PDF-Dokument [1.1 MB]

Die Leiterin der Mediothek der Freiherr-vom-Stein-Schule, Annette Theiner, und Direktor Dr. Ulf Brüdigam übergeben Gunter Goebel von der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda gut 50 Schulranzen und Schulrucksäcke.

Freiherr-vom-Stein-Schule sammelt Schulranzen für Kinder in Rumänien

Februar 2018

Mehr als 50 Schulranzen und -rucksäcke haben Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule in den vergangenen drei Wochen in der Mediothek der Schule gesammelt, oft reichlich gefüllt mit Heften, Blöcken, Schreibutensilien aber auch Spielsachen und Kuscheltieren. Die Freiherr-vom-Stein-Schule unterstützt damit eine Aktion der IGFM-Arbeitsgruppe Fulda zugunsten hilfsbedürftiger kinderreicher Familien im Osten Rumäniens, bei denen die Eltern oft als Tagelöhner in der Landwirtschaft arbeiten und so kaum Geld für Schulmaterialien aufbringen können. Seit vielen Jahren kümmert sich die Fuldaer Arbeitsgruppe der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte e.V. unter dem Vorsitzenden Gunter Goebel um arme und in Not geratene Familien in Rumänien humanitär und in besonderen Krisenfällen. Zweimal im Jahr starten Hilfstransporte vom Schulgelände. Gunter Goebel, der viele Familien von seinen jährlichen Besuchen persönlich kennt, dankte bei der Übergabe der Schulranzen herzlich Schulleiter Dr. Brüdigam und Frau Theiner sowie allen Spendern für die Unterstützung. Im März 2018 werden die Schulranzen die bedürftigen Familien in Rumänien erreichen.

Weihnachtshilfstransport 2017 geladen: 9 Tonnen Hilfsgüter zum Tag der Menschenrechte (10. Dezember)

5 Fuhren Holz wurden bisher ausgefahren - hier erhält Familie Busuioc aus Valea Canepii eine Holzspende. Auch ein neues Dach konnten wir dem Ehepaar ermöglichen, nachdem ein Sturm das alte Dach abgedeckt hatte.

Freude über eine neue Tür bei Familie Socol. Letztes Jahr mussten sie ohne Tür - nur mit einer provisorischen Decke - überwintern.

Hilfe, die die Menschen erreicht

 

9 Tonnen Hilfsgüter konnten wir rechtzeitig zum Tag der Menschenrechte an dem Wochenende des 2. Advent auf den Weg nach Braila schicken. Über 200 Bananenkartons mit Lebensmitteln, 100 Kartons mit warmen Decken, Kartons mit Kleidung und Schulranzen sowie mehr als 40 Fahrräder  für arme Familien, Kinderwohngruppen, Armenküchen und Senioren. Neben der sehr erfolgreichen Lebensmittelsammelaktion Eine Sache mehr (s.u.), bei der 60 Bananenkartons mit Lebensmitteln gesammelt werden konnten, haben wir für weitere 2.000 Euro Grundnahrungsmittel und Schulmaterialien aufgewandt.

 

Wir sagen Danke für die tolle Unterstützung: allen Spendern, die diesen Transport möglich gemacht haben; allen Paten, die ein Lebensmittelpaket für eine Familie gepackt haben; den Schülerinnen und Schülern des Fuldaer Domgymnasiums für ihre tolle Päckchenaktion; dem Kindergarten St Paulus für ihre Martinsaktion; der Eine-Welt-Gruppe Oberes Sinntal, die mit ihrem Mitgliedern und Unterstützern allein für 40 Familien eine Patenschaft übernommen hat und nicht zuletzt unseren fleißigen Helfern, darunter viele Rumänen, die in Fulda arbeiten und teilweise im Anschluss an ihre Nachtschicht noch den LKW beladen haben.

 

In der Zwischenzeit waren auch Pastor Daniel Buzatu und Pastor Viorel Mitrea in Braila aktiv:

60 Raummeter Holz, aufgeteilt auf 5 LKW-Lieferungen im Gesamtwert von gut 3.500 Euro wurden bisher an 34 Familien ausgefahren. Wir sagen Danke allen Holzspendern im Namen der rumänischen Familien und Senioren, die nun ein Weihnachsfest in einer warmen Stube verbringen können. Einige Familien werden auch im Februar/März noch eine Holzlieferung erhalten.

 

Bis Weihnachten sind einige der vereinbarten Bauprojekte abgeschlossen worden. So hat das Ehepaar Busuioc z.B. ein neues Dach und ein neues Fenster erhalten (Gesamtkostenumfang knapp 800 Euro, finanziert durch eine persönliche Patenschaft). Das Ehepaar Busuioc haben wir mit zahlreiche weitere Familien im Oktober gemeinsam mit den beiden Pastoren besucht und die Maßnahmen auf unsere Agenda gesetzt. Für etwa 5.000 Euro haben wir Baumaßnahmen für über zehn bedürftige Familien vereinbart. Weitere Familien erhalten Hilfe für den Alltag: So haben wir noch vor Weihnachten drei halbautomatische Waschmaschinen ausgeliefert, die mit Brunnenwasser betrieben werden können.

 

Der Stiftung Lumina konnten wir aus Spenden eine neue Gastherme für die erste Etage ihres Wohnheimes finanzieren (Kostenumfang 2.000 Euro), in dem junge Erwachsene unterkommen, die die staatlichen Kinderheime mit Volljährigkeit verlassen müssen und nicht wissen, wo sie bleiben sollen. Sozialpädagogisch betreut kümmern sich die jungen Erwachsenen in einem Sozialprojekt wiederum um 40 alleinstehende Senioren, die sie besuchen und ihnen im Haushalt helfen. Mit dem Hilfsgütertransport haben wir Schreibtische, Fahrräder, Lebensmittel und Kleidung überbracht.

Den Dank der Stiftung Lumnia geben wir an unsere Spender gerne weiter:

 

Das war einer der schönsten Tage in diesem Jahr -
ein Jahr in dem es viele traurige Tage gab.
Heute war der Weihnachtsmann da und er war sehr gütig mit uns.

Wir danken für die große Hilfe, die Ihr uns schenkt.

Wir wünschen der ganzen Gruppe aus Fulda
Gesundheit und Erfolg in allen Unternehmungen, die Ihr anfasst.
Das Geschenkte möge zehnfach zurückkommen.
Nachdem die Gastherme eingebaut ist,
schicke ich Ihnen einen Bericht und Fotos.
Im Namen der 40 Senioren/Seniorinnen,
der 25 Jugendlichen und der 4 Angestellten
wünsche  ich Frohe Weihnachten und ein aufrichtiges
"Alles Gute im Neuen Jahr".
Mit viel Respekt
Carmen Neacsu (Vorsitzende der Stiftung Lumina)

 

Im Namen der IGFM-Fulda

Gunter Goebel und Felizitas Sondergeld  

 

Scheckübergabe des Teams der Eine-Welt-Gruppe des Oberen Sinngrunds anlässlich des Vortrags im Pfarrheim Oberbach.

Vortrag und Unterstützung durch die "Eine Welt Gruppe" Oberer Sinngrund

Oberbach: Der Pfarrfamiliennachmittag der „Eine Welt- Gruppe“ des Oberen Sinngrunds lockte am Sonntag, 17.11.2019 etwa 60 Gäste ins Pfarrheim Oberbach.

Die Gruppe hatte den Gymnasiallehrer und Referent der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte e.V./ Arbeitsgruppe Fulda, Gunter Goebel, eingeladen.

Dieser referierte eindrucksvoll und bewegend über seine Herbstreise in die Region Braila im östlichsten Rumänien am Rande der Walachai.

Seit 3 Jahren kooperiert die Pfarreiengemeinschaft mit der Arbeitsgruppe Fulda, und es wurden bereits Schultaschen gesammelt, Lebensmittelpakete für bedürftige Großfamilien und Senioren gepackt und Holzlieferungen vor Ort organisiert, um die Ärmsten der vom Staat im Stich gelassenen Bevölkerung über den eiskalten langen Winter zu retten.

Die Gruppe konnte einen Scheck über 500 € überreichen. Die Summe entstand aus den Überschüssen des monatlichen Weltverkaufs nach den Gottesdiensten, sowie durch den Verkauf von Palmzweigen und des „Coffee- Stops“ beim Sportfest des SV- Wildflecken.

Eine spontane Sammlung nach Goebels berührendem Vortrag erbrachte zur großen Freude aller noch einmal 500 €. Mit angeregten Gesprächen bei Kaffee und Kuchen klang der Nachmittag aus.

In allen vier Kirchen der Pfarreiengemeinschaft liegt Informationsmaterial über das Projekt aus. Mit beiliegenden Überweisungsträgern können sehr gerne noch weitere Holzspenden getätigt werden. Bei Angabe von Namen und Adresse gibt es selbstverständlich eine Spendenquittung.

Artikel veröffentlicht am 25.11.2019 von Wildfleckener Nachrichten 12 / 2019 
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(c) IGFM-Fulda, Gunter Goebel. Fotos: Daniel Buzatu, Gunter Goebel, Simone Hasenau, Johannes Näder, Philipp Schwind